Unbelehrbar: Täglich einen Alkolenker erwischt
Durchwachsene Verkehrsbilanz der Bezirkspolizei für 2018: Weniger Unfälle, aber Drogen und Alkohol am Steuer bleiben Problem.
Von Wolfgang Otter
Kufstein –Manche Autofahrer sind scheinbar unbelehrbar. „Trotz unserer Ankündigungen für Schwerpunktkontrollen erwischen wir immer noch viel zu viele alkoholisierte Autofahrer“, schütteln Astrid Mair, Stellvertreterin des Bezirkspolizeikommandanten, und Walter Meingassner, Bezirkspolizeikommandant, den Kopf. 2018 wurden 393-mal alkoholisierte Autofahrer gestoppt. Also im Schnitt mehr als einer am Tag. Und der bisherige Trend lässt ein ähnliches Ergebnis auch für heuer erwarten. Bei diesem Thema versteht die Bundespolizei auch keinen Spaß. 19.896 Vortests wurden durchgeführt, heuer dürften es nicht weniger werden.
Ein Vortestgerät gibt es mittlerweile auch für Drogenmissbrauch im Bezirk. Elf Verkehrsteilnehmer mussten sich 2018 auch einer klinischen Untersuchung unterziehen, was in zwei Anzeigen mündete. Hier will die Polizei durch geschultes Personal und die neuen Geräte den Kontrolldruck erhöhen.
Zuwächse gibt es bei den Temposündern: Mit 1570 Übertretungen erwischte die Polizei um 396 Geschwindigkeits-Sünder mehr als noch im Jahr 2017. Zudem wurden im Vorjahr 10.263 Strafmandate verhängt.
Zu hohes Tempo, Unachtsamkeit oder das Handy am Steuer u. a. führen oft zu Unfällen, auch zu tödlichen. Fünf Menschen starben auf den Straßen, aber insgesamt ging die Zahl der Verkehrsunfälle um 9 Prozent von 449 auf 408 zurück.
Wie im ganzen Land haben die Beamten im Bezirk Kufstein die Klein-Lkw im Auge, 40 Beanstandungen gab es dabei jeden Monat.