Aufsehen im Ötztal: Rechnungshof-Kritik an Längenfeld

Ein Prüfbericht des Landesrechnungshofes sorgt in der einwohnerstärksten Gemeinde des Ötztals für Aufsehen. Während der Gemeinderatssitzung wird der Vizebürgermeister zum Rücktritt aufgefordert.

Binnen kürzester Zeit wurde das Einsatzzentrum in Unterlängenfeld (im Bild die Einweihung) von der neuen Gemeindeführung umgesetzt.
© Paschinger

Von Thomas Parth

Längenfeld –Der Landesrechnungshof (LRH) hat die Gebarung von Längenfeld genau unter die Lupe genommen und seinen Bericht online gestellt. Besonders sauer stoßen GV Manuela Jordan bei dieser Lektüre die Vergaben für das Einsatzzentrum Längenfeld auf. Jordan nimmt dabei speziell Vize-BM Johannes Auer in die Pflicht. Er trat zunächst als Anbieter für die Elektrotechnik in Erscheinung. Im Jänner 2016 ging sein Unternehmen als Bestbieter aus der Ausschreibung hervor. „Damals ist die Auftragsvergabe aber noch nicht erfolgt“, weiß GV Jordan und ruft den fieberhaft geführten Wahlkampf in Erinnerung. Der Wahltag am 28. Februar 2016 brachte schließlich nicht nur einen Bürgermeister-, sondern auch einen Standortwechsel. Das Feuerwehrhaus in Oberlägenfeld wurde nicht umgebaut. Stattdessen konnte man zum Wunschstandort Unterlängenfeld wechseln und dort das Einsatzzentrum für mehrere Blaulichtorganisationen errichten. Der damalige Bürgermeister Ralf Schonger hatte alle Vergaben gestoppt, als der Ortswechsel erkennbar war, erinnert GV Jordan: „Es sind allerdings keine neuen Vergaben erfolgt.“ Stattdessen erfolgte der Baustart zu einem Zeitpunkt, als Johannes Auer bereits Vize-Bürgermeister und Obmann des Bauausschusses war, bringt Jordan den Rechnungshofbericht zur Kenntnis.

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