Innsbruck

“World Music Festival“: Innsbruck im Bann der Harmonika

Welche Dimension das „World Music Festival“ hat, lässt dieses Bild vom Auftritt des „Europaorchesters“ im Jahr 2016 erahnen.
© DHV

Über 180 Orchester und Gruppen mit rund 3000 Musikern werden von 30. Mai bis 2. Juni zum „World Music Festival“ erwartet.

Innsbruck –Es hat sich zum weltgrößten Wettbewerb seiner Art entwickelt, findet alle drei Jahre in Innsbruck statt – und das schon seit knapp 40 Jahren. Heuer werden 3000 Teilnehmer aus elf Nationen und insgesamt ca. 10.000 Besucher erwartet. Dennoch dürfte das „World Music Festival“ des Deutschen Harmonika-Verbands (DHV), das von 30. Mai bis 2. Juni seine 13. Auflage erlebt, vielen Tirolern noch unbekannt sein.

Dabei habe sich Innsbruck, einst zwecks internationaler Ausrichtung und dank seiner guten Lage und Infrastruktur zum Standort erkoren, nach so vielen Festivals „als die Marke in der gesamten Harmonikawelt“ etabliert, betont Jochen Haußmann, Präsident des DHV. „Inzwischen ist die dritte Generation von Musikern hier zu Gast.“

Das Festival ruhe auf drei Säulen, erklärt DHV-Geschäftsführerin Corinna Probst: Tagsüber finden in Congress und Messe Innsbruck Wettbewerbe statt, bei denen sich Orchester, Ensembles und Solospieler in diversen Kategorien messen. Abends warten hochkarätige Konzerte – heuer etwa von Shootingstar Martynas Levickis aus Litauen (1. Juni) oder dem finnischen Tango­orchester Guardia Nueva (31. Mai). Dazu präsentieren sich im Congress-Foyer (bei freie­m Eintritt) namhafte Instrumentenbauer und Notenverlage. Spektakuläres lässt das Finale am 2. Juni erwarten: Bei der Preisverleihung in der Olympiaworld spielt ein riesiges „Europaorchester“ auf, an dem jeder teilnehmen kann – die Proben finden an den beiden Tagen zuvor statt.

Laut GF Christian Mayerhofer werden in Congress und Messe rund 40 Säle und Räum­e mit insgesamt ca. 20.000 Quadratmetern bespielt. Auch die touristischen Zahlen lassen aufhorchen: 12.000 bis 14.000 Übernachtungen bringt das Festival laut Christoph Stock, Geschäftsführer-Stellvertreter von Innsbruck Tourismus. „Unser Anliegen ist es, Innsbruck auch als kulturellen Veranstaltungsort bekannt zu machen“, meint TVB-Obmann Karl Gostner.

Der Harmonika-Verband wiederum möchte das Festival stärker über die „Szene“ hinaus öffnen, besonders auch die Einheimischen begeistern. Heuer wird man die jungen Musiker daher auch wieder auf der Straße erleben – etwa am Vormittag des 1. Jun­i vor dem Goldenen Dachl. Programmübersicht und Details auf www.dhv-ev.de. (md)