Kommunalwahlen in zehn deutschen Bundesländern begonnen

Berlin (APA/AFP) - Neben der Europa- und der Bremen-Wahl sind Sonntag früh in zehn deutschen Bundesländern die Kommunalwahlen gestartet. Um ...

Berlin (APA/AFP) - Neben der Europa- und der Bremen-Wahl sind Sonntag früh in zehn deutschen Bundesländern die Kommunalwahlen gestartet. Um 08.00 Uhr öffneten die Wahllokale. In Sachsen, Brandenburg und Thüringen ist die Wahl der Stadt- und Gemeinderäte, Kreistage oder Bürgermeister zugleich ein wichtiger Stimmungstest vor den Landtagswahlen im Spätsommer und im Herbst. Die AfD kann deutliche Zugewinne erwarten.

Gewählt wird auf kommunaler Ebene auch in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, im Saarland und in Bremen. In dem Stadtstaat können die Wähler damit bei insgesamt drei Wahlen abstimmen.

Mit Spannung wird unter anderem nach Sachsen geblickt, wo die schwarz-rote Landesregierung rund drei Monate vor der Landtagswahl gegen eine erstarkte AfD kämpft. Während die CDU bei den vergangenen Kommunalwahlen dominierte und in allen zehn Landkreisen derzeit den Landrat stellt, drohen ihr nun Verluste. Im Fokus steht auch die Oberbürgermeisterwahl in Görlitz, der Heimat von Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU), wo auch ein AfD-Kandidat antritt.

Auch in anderen deutschen Bundesländern gibt es interessante Personalien. So steht in Baden-Württemberg der ehemalige Gesamtbetriebsratschef von Porsche, Uwe Hück, in Pforzheim zur Wahl. Das langjährige SPD-Mitglied wurde auf Platz eins der SPD-Liste platziert. Er soll den Erfolg der AfD stoppen, die in Pforzheim wiederholt gut abschnitt.

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In Kirchheimbolanden in Rheinland-Pfalz kandidiert eine Hundertjährige für eine freie Wählergruppe erstmals für den Stadtrat. In Thüringens Landeshauptstadt Erfurt tritt die nach einem Trainingsunfall querschnittgelähmte Bahnradolympiasiegerin Kristina Vogel für die CDU bei der Stadtratswahl an. Die Wahllokale schließen um 18.00 Uhr.

In Bremen wird am Sonntag auch eine neue Bürgerschaft gewählt. Dabei sind rund 482.000 Bremer zur Stimmabgabe aufgerufen, die Wahllokale sind bis 18.00 Uhr geöffnet. Die Wahl könnte insbesondere für die SPD einschneidende Folgen haben. Der in Bremen schon seit 73 Jahren regierenden Partei drohen Umfragen zufolge eine schwere Schlappe und der Machtverlust.


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