Parlamentswahl in Belgien begonnen

Brüssel (APA/dpa) - In Belgien hat am Sonntag zeitgleich mit der Europawahl die Parlamentswahl begonnen. Fünf Monate nach dem Bruch der Mitt...

Brüssel (APA/dpa) - In Belgien hat am Sonntag zeitgleich mit der Europawahl die Parlamentswahl begonnen. Fünf Monate nach dem Bruch der Mitte-Rechts-Regierung des liberalen Premierministers Charles Michel ist somit ein Ende der Übergangsregierung in Sicht.

Auch die Regionalparlamente in Flandern, der Wallonie, der Hauptstadtregion Brüssel und das Parlament der deutschsprachigen Gemeinschaft werden neu gewählt. Für gut acht Millionen Belgier besteht Wahlpflicht.

Die Regierungsbildung in dem nach Regionen und Sprachgruppen zerklüfteten Land dürfte erneut schwierig werden. Michels Koalition mit der nationalistischen flämischen Partei N-VA war Ende 2018 am Streit über den UNO-Migrationspakt zerbrochen. Die N-VA stellte sich gegen den Pakt. Sie stand in Flandern unter Druck des rechtsextremen Vlaams Belang. Bei der jetzigen Wahl hat die N-VA trotzdem gute Chancen, wieder stärkste Partei im Land zu werden.

Die Koalitionsbildung in Belgien ist meist langwierig. Nach den Wahlen vom Sommer 2010 dauerte sie 541 Tage. 2014 stand die Koalition immerhin nach gut vier Monaten.

TT-ePaper testen und eine von 150 Jahres-Vignetten gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.


Kommentieren