Beteiligung bei Bremer Bürgerschaftswahl zu Mittag bei 20,2 Prozent

Bremen (APA/AFP/dpa) - Bei der Bürgerschaftswahl in Bremen hat sich Sonntagmittag eine höhere Wahlbeteiligung abgezeichnet als vor vier Jahr...

Bremen (APA/AFP/dpa) - Bei der Bürgerschaftswahl in Bremen hat sich Sonntagmittag eine höhere Wahlbeteiligung abgezeichnet als vor vier Jahren. Um 12.00 Uhr lag die Beteiligung in ausgewählten Wahllokalen bei 20,2 Prozent, wie die Hansestadt auf ihrer Internetseite mitteilte. Bei der Bürgerschaftswahl 2015 hatte die Wahlbeteiligung um diese Uhrzeit 14,2 Prozent betragen.

In Bremen wird seit Sonntag früh parallel zur Europawahl die Bürgerschaft neu gewählt. Der Bremer Bürgermeister und SPD-Spitzenkandidat Carsten Sieling gab seine Stimme am Vormittag ab, der CDU-Herausforderer Carsten Meyer-Heder ging zu Mittag zur Wahl. Bei der Bremer Bürgerschaftswahl am 10. Mai 2015 hatte die Gesamtwahlbeteiligung 50,2 Prozent betragen.

Insgesamt sind rund 482.000 Bürger im Land Bremen aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. In letzten Umfragen lag die CDU vor der in Bremen in einer Koalition mit den Grünen regierenden SPD. Den Sozialdemokraten könnte demnach eine schwere Schlappe sowie nach 73 Jahren der Verlust der Macht im kleinsten deutschen Bundesland drohen.

Rund 300 Menschen haben unterdessen in der Nacht auf Sonntag in Bremen nach Polizeiangaben eine Kreuzung blockiert und randaliert. Bei den Ausschreitungen seien vier Polizisten verletzt und neun Randalierer festgenommen worden. Wie eine Polizeisprecherin mitteilte, hatten sich die Beteiligten auf die Kreuzung gesetzt, Pyrotechnik gezündet, Lagerfeuer entfacht und Steine in die Schaufensterscheiben der umliegenden Geschäfte geworfen.

Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot an. Die Einsatzkräfte wurden den Angaben zufolge aus der Menge heraus mit Flaschen beworfen. Die Polizei löste die Blockade in der Bremer Innenstadt auf, nach rund zweieinhalb Stunden war die Kreuzung wieder frei. Im Verlauf der Nacht wurden zudem Streifenwagen und Reviere in der Stadt mit Farbbeuteln und anderen Gegenständen von bisher unbekannten Störern attackiert. Die Hintergründe waren zunächst unklar.


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