EU-Wahl: Kärntens LH Kaiser gegen „Hüftschüsse“

Klagenfurt (APA) - Der Kärntner Landeshauptmann und stellvertretende SPÖ-Bundesparteivorsitzende Peter Kaiser hat sich am Sonntagabend enttä...

Klagenfurt (APA) - Der Kärntner Landeshauptmann und stellvertretende SPÖ-Bundesparteivorsitzende Peter Kaiser hat sich am Sonntagabend enttäuscht über das „schmerzhafte und schwer nachvollziehbare Wahlergebnis gezeigt. Auf die Frage, ob Parteichefin Pamela Rendi-Wagner nun zurücktreten solle, meinte Kaiser: „Ich bin gegen Hüftschüsse, wir werden das Ergebnis in den Gremien analysieren.“

Bezüglich des Misstrauensantrags gegen Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) sagte Kaiser auf APA-Anfrage, die Ausgangslage habe sich durch die Wahl nicht verändert. Natürlich müsse man den Wahlausgang mit einbeziehen, alles andere wäre töricht, das werde der Nationalratsklub der SPÖ am (morgigen) Montag auch sicher tun.

Der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) kommentierte das Ergebnis der EU-Wahl zurückhaltend und ausweichend. Die Frage, warum die SPÖ nicht vom Ibiza-Skandal profitieren konnte, ließ er trotz mehrmaliger Nachfrage unbeantwortet. Er sei überzeugt, dass die SPÖ in Wien stärkste Partei sein werde und Zugewinne machen werde. In Wien sei Spitzenkandidat Andreas Schieder gut angekommen, so Ludwig.

Bezüglich des Misstrauensantrags gab sich Ludwig zurückhaltend, deutete aber Präferenzen für eine Zustimmung an. Die EU-Wahl und der Misstrauensantrag seien „zwei Paar Schuhe“. Er habe eine Präferenz, die er nicht öffentlich sagen wolle, aber der Umgang von Türkis-Blau mit der Stadt Wien „wird in die Entscheidung einfließen“, so Ludwig, dessen Stadtregierung mit der Bundesregierung in den letzten 17 Monaten praktisch im Dauerclinch war.

~ WEB http://www.spoe.at ~ APA365 2019-05-26/19:24


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