Alkoholkranken Vater getötet und in Kasten versteckt: Prozess in Wien

Wien (APA) - Ein 32-Jähriger muss sich ab heute, Montag, am Wiener Straflandesgericht wegen des Mordes an seinem Vater verantworten, weil er...

Wien (APA) - Ein 32-Jähriger muss sich ab heute, Montag, am Wiener Straflandesgericht wegen des Mordes an seinem Vater verantworten, weil er diesen wegen seiner Alkoholsucht „erlösen“ wollte. Danach hat er laut Staatsanwaltschaft die Leiche im Schlafzimmerkasten versteckt. Der Beschuldigte ist bisher unbescholten und zeigte sich im Vorfeld geständig.

Die Männer wohnten nach der Trennung des Sohnes von dessen Freundin 2014 im völlig verwahrlosten und verdreckten Haus des 59-Jährigen. Beide sprachen dem Alkohol zu. Mit der Pension des Vater ging der 32-Jährige in der Früh Bier, Wein, Wodka, Leberkäse und Gebäck einkaufen. Danach verbrachten die beiden die meiste Zeit vor dem Fernseher, bis der Alkohol ausgetrunken war. Am 3. August 2018 beschloss der 32-Jährige, dem ein Ende zu setzen und stach seinem Vater mit einem Messer zwei Mal in den Hals.

Am 3. August 2018 beschloss der Sohn, dass er diesem Leben ein Ende setzen wollte. Nach der Erledigung der ging er in das Zimmer des Vaters und stach zwei Mal mit einem Klappmesser auf den Hals des Schlafenden ein. Der 59-Jährige erwachte, sprang auf und versuchte noch zu flüchten. Der 32-Jährige hielt jedoch so lange die Tür zu, bis sein Vater verblutet war.

Die Leiche des Vater packte der Mann in zwei 100-Liter-Müllsäcke und steckte sie in den Kasten. Danach nagelte er die Türen zu und dichtete die Fugen mit Klebeband ab. Als er den Tatort vom Blut gereinigt hatte, tauchte er einige Tage unter. Am 10. August ging er zur Polizei und stellte sich.

Laut gerichtspsychiatrischem Gutachten leidet der Beschuldigte zwar an einer Persönlichkeitsstörung und stand zum Tatzeitpunkt unter Alkoholeinfluss, war aber zurechnungsfähig. Er gab an, dass er sich nach dem Tod des Vaters umbringen wollte.


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