EU-Wahl: Kärntner ÖVP und FPÖ zufrieden - SPÖ enttäuscht

Klagenfurt (APA) - Enttäuschung bei der Kärntner SPÖ, Euphorie bei der ÖVP und doch Zufriedenheit bei der FPÖ - so erste Reaktionen auf das ...

Klagenfurt (APA) - Enttäuschung bei der Kärntner SPÖ, Euphorie bei der ÖVP und doch Zufriedenheit bei der FPÖ - so erste Reaktionen auf das mutmaßliche Resultat der EU-Wahl in Kärnten. LH Peter Kaiser (SPÖ) meinte, das Ibiza-Video habe sich anders ausgewirkt als erwartet. ÖVP-Obmann Martin Gruber sah einen „Erdrutschsieg“ seiner Partei, FPÖ-Chef Gernot Darmann meinte, die Schmuddelkampagne habe nicht gewirkt.

Es sei der ÖVP gelungen, aus einer EU-Wahl, wo die SPÖ gut gelegen sei, nach dem Sprengen der Bundesregierung durch Kanzler Selbastian Kurz eine Nationalrats- und Bundeskanzlerdebatte zu machen. So erklärte sich Kaiser das Abschneiden der Parteien. Bezüglich der Nationalratswahl im Herbst sagte er, die SPÖ werde ihre Positionen klarer, deutlicher und prägnanter vermitteln müssen. Ambitionen, in die Bundespolitik zu wechseln, dementierte der Landeshauptmann.

Gruber sprach von einem „sensationellen Ergebnis“, das eine klare Antwort sei, was die Wähler wollten, meinte er mit Blick auf den Misstrauensantrag gegen Kurz. Gefragt, ob die ÖVP nach der Nationalratswahl wieder mit den Freiheitlichen eine Koalition bilden soll, meinte er, es sei noch nicht einmal der Wahltag bekannt, er wolle jedenfalls überhaupt nichts ausschließen.

Darmann zeigte sich zufrieden. Die Prognosen würden zeigen, dass die Kampagne der vergangenen Tage gegen seine Partei nicht gezogen habe. Die Wähler wüssten sehr gut, dass sie die FPÖ weiterhin unterstützen müssten, wenn sie eine Veränderung auf EU-Ebene wollen würden. Das mutmaßliche Ergebnis bezeichnete er als „Stabilisierung“, auf der man für die Nationalratswahlen aufbauen könne. Zum Abstimmungsverhalten der FPÖ-Nationalratsabgeordneten beim Misstrauensantrag wollte sich der FPÖ-Obmann nicht festlegen.

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