EU-Wahl - Starke AfD-Gewinne in Ostdeutschland

Potsdam/Dresden (APA/dpa/Reuters) - Bei der Europawahl zeichnen sich in Ostdeutschland starke Zugewinne für die rechtspopulistische AfD (Alt...

Potsdam/Dresden (APA/dpa/Reuters) - Bei der Europawahl zeichnen sich in Ostdeutschland starke Zugewinne für die rechtspopulistische AfD (Alternative für Deutschland) ab. Während sie in den Bundesländern Sachsen und Brandenburg nach Zwischenergebnissen vor der CDU lag, rangierte sie in Thüringen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern hinter ihr. In Westdeutschland war sie deutlich schwächer.

Die Europawahl galt auch als Stimmungstest für die im Herbst anstehenden Landtagswahlen in Brandenburg, Sachsen und Thüringen. Nachdem die AfD in Sachsen schon bei der Bundestagswahl 2017 auf Platz eins im Freistaat landete, lag sie nach Auszählung von etwa der Hälfte der Stimmbezirke bei 30,1 Prozent, die CDU kam auf 27 Prozent.

Auch in Brandenburg hatte die AfD nach der Auszählung fast aller Wahlbezirke die Nase vorn. Danach kam die Partei auf 20,3 Prozent der Stimmen. Die CDU erreichte 18,0 Prozent.

In Thüringen lag die CDU knapp vor der AfD. Nach Auszählung von drei Vierteln der Wahlbezirke kamen die Christdemokraten auf 25,2 Prozent, während die AfD 23,8 Prozent erreichte.

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Auch in Sachsen-Anhalt lag die CDU nur knapp vor der AfD. Nach Auszählung von mehr als 90 Prozent der Stimmbezirke kam die CDU auf 25,1 Prozent der Stimmen. Die AfD kam auf 23,1 Prozent.

Etwas deutlicher war in Mecklenburg-Vorpommern der CDU-Vorsprung vor der AfD: Nach Auszählung von etwa der Hälfte der Wahlbezirke holten die Christdemokraten 25,2 Prozent der Stimmen. Die AfD kam auf 19,8 Prozent.

Deutschlandweit lag die AfD mit knapp elf Prozent unter ihrem Ergebnis der Bundestagswahl 2017. In den fünf ostdeutschen Bundesländern lebt nur etwa ein Sechstel der deutschen Gesamtbevölkerung.


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