EU-Wahl: Haslauer sieht Kurz gestärkt

Salzburg (APA) - Die ÖVP hat im Bundesland Salzburg am Sonntag einen fulminanten Wahlerfolg erzielt. Mit 44,2 Prozent der Stimmen (ohne Brie...

Salzburg (APA) - Die ÖVP hat im Bundesland Salzburg am Sonntag einen fulminanten Wahlerfolg erzielt. Mit 44,2 Prozent der Stimmen (ohne Briefwahl) liegt die Volkspartei auch deutlich über dem Bundesergebnis. Landeshauptmann Wilfried Haslauer sprach in einer ersten Reaktion von einer unmissverständlichen Botschaft der Wähler. „Die Volkspartei ist und bleibt die ‚Europa-Partei‘ in Salzburg und in Österreich.“

Mit Staatssekretärin Karoline Edtstadler, die rund 18.000 Vorzugsstimmen für sich gewinnen konnte, habe man auch das beste personelle Angebot im Bundesland gehabt. Und Haslauer zog zwei Schlüsse: „Die Bevölkerung unterstützt den Reformkurs, den Sebastian Kurz in Österreich vorgegeben hat und wünscht ihn sich auch auf europäischer Ebene.“ Zudem stehe die Bevölkerung hinter dem Bundeskanzler und würde sich Stabilität anstatt parteipolitischer Spielchen wünschen.

Obwohl die SPÖ im Land gegenüber 2014 um 34 Stimmen dazugewinnen konnte, stand am Ende wegen der massiven Zugewinne der ÖVP ein klares Minus von 3,5 Prozentpunkten. „Die heutige Wahl hat einmal öfter bestätigt, dass die SPÖ bei der Mobilisierung ihrer potenziellen Wähler starken Aufholbedarf hat“, sagte EU-Kandidatin Stefanie Mösl Stellung: „Wenn wir es schaffen, unser Potenzial auszuschöpfen, kann das Ergebnis bei der Nationalratswahl ganz anders aussehen.“

Sehr zufrieden zeigte sich am Sonntagabend der Landessprecher der Grünen, LHStv. Heinrich Schellhorn: „Das ist ein fantastisches Ergebnis. Das ist für uns auch die Wiederauferstehung auf nationaler Ebene. Mit einem so klar zweistelligen Ergebnis haben wir nicht gerechnet.“ In Salzburg schnitt die Partei in etwa im Bundesschnitt ab, in der Stadt Salzburg und in einigen Gemeinden landete man am zweiten Platz. Außerdem rechnete Schellhorn damit, dass die Auszählung der Wahlkarten am Montag das Resultat noch verbessern wird. Er erwarte sich Rückenwind für die Nationalratswahl im September: „Wir sind optimistisch, wieder ins Parlament einzuziehen.“

Auch NEOS-Landesparteichef Sepp Schellhorn fühlte sich bestätigt: „Wir haben als Kleinpartei sehr gut abgeschnitten. Wir sind im Anschluss an die Landtagswahl weiter im Steigen und zuversichtlich für die Zukunft.“ Er habe sich zwar persönlich ein zweistelliges Ergebnis erhofft, wolle aber auch festhalten, dass der Europa-Wahlkampf der NEOS durch die innenpolitischen Ereignisse der vergangenen zehn Tage etwas untergegangen sei. Zudem habe man besser abgeschnitten, als die Liberale Partei in Deutschland.

FPÖ-Landesparteivorsitzende Marlene Svazek konnte zunächst nicht für eine Stellungnahme erreicht werden. Mit 15,3 Prozent lagen die Freiheitlichen in Salzburg heute auf Platz 3 und nicht ganz zwei Prozentpunkte unter ihrem Bundesergebnis.


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