Workout mit Endorphingarantie: Größter Trampolinpark Tirols in Völs eröffnet

Das FLIP LAB in Völs bringt die Trendsportart Trampolinspringen nach Tirol. Sport mit jeder Menge Spaß verbinden – und das für Jung und Alt, so lautet das erklärte Ziel. Am Mittwoch öffnet die Trampolin-, Parkour- und Freestyle-Halle ihre Pforten.

Schüler der Mittelschule Völs durften sich als erste in der Erlebniswelt austoben.
© Tamara Stocker

Von Klara Hürlimann

Völs — Trampoline soweit das Auge reicht, dazu Slacklines, Airbags, Hindernisparcours und mehr: Beim Betreten der unscheinbaren Halle in Völs werden (nicht nur) Kinderträume wahr. Am 29. Mai öffnet — nur wenige Gehminuten vom Bahnhof und dem CYTA-Einkaufszentrum — das FLIP LAB seine Pforten. Dort wo einst die Seilbahnfirma Wopfner ansässig war, ist die modernste Trampolin-, Parkour- und Freestyle-Halle Tirols entstanden. Die Tiroler Tageszeitung durfte schon vor der Eröffnung einen Blick — und vor allem ein paar Sprünge — wagen.

Jung und alt ins Boot holen

„Die sportlichen Tiroler noch etwas sportlicher machen", bringt Manfred Lener vor der Eröffnung das erklärte Ziel auf den Punkt. „Innsbruck als Studentenstadt mit hohen sportlichen Ambitionen bietet sich da auf jeden Fall an", pflichtet ihm sein Kollege Alois Schranz bei. Die beiden Ärzte und Unternehmer haben bereits in Wien und Zürich FLIP LABS realisiert und bringen das beliebte Konzept nun in ihre Heimat nach Tirol. Medizin und Trampolinsport — gar kein so großer Spagat, wie Lener erklärt: „Wir müssen Kinder und Jugendliche von digitalen Medien weg und dafür hin zur Bewegung bringen. Das geht nur mit Spaß — Trampolinspringen verbindet diese beiden Faktoren."

Unser Ziel: Die sportlichen Tiroler noch etwas sportlicher machen
Manfred Lener (Arzt und Unternehmer)

Angesprochen sind aber ausdrücklich alle Altersgruppen, gerade auch für Senioren kann der Trendsport gesundheitliche Vorteile bringen. Das hat eine Studie am Standort in Wien-Schwechat eindrucksvoll beweisen, erklärt Lener. Sicherer beim Treppensteigen, vitaler durch den Alltag, wirksam gegen Knochenschwund — die Liste gesundheitlicher Vorteile für die Generation 65+ ist lang.

Höchste Priorität hat im FLIP LAB die Sicherheit, betonen die Verantwortlichen immer wieder. Auf 20 Teilnehmer soll immer ein Trainer kommen, der sicherstellt, dass das Springvergnügen kein schmerzhaftes Ende nimmt. Auch gemeinsames Aufwärmen ist Pflicht. Für weiche Landungen sorgt die Schaumstoff-Polsterung der gesamten Halle. Da diese zum eigentlich geplanten Termin nicht rechzeitig geliefert werden konnte, wurde die Eröffnung der Erlebniswelt von 1. auf 29. Mai verschoben.

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.

Ohne Schuhe eröffneten Manfred Lener, Josef Geisler, Ericht Ruetz und Alois Schranz (v.l.) das FLIP LAB.
© Tamara Stocker

Eine Start der besonderen Art auch für den Völser Bürgermeister Erich Ruetz: „Eine Eröffnung ohne Schuhe — so etwas habe ich in meinen 10 Jahren als Bürgermeister noch nie erlebt." In den elf Erlebniszonen sind nur die eigens bereitgestellten Sprungsocken erlaubt, da wird auch für Ehrengäste keine Ausnahme gemacht. Erstaunt zeigt sich der Bürgermeister davon, was aus der Halle geschaffen wurde. „Sehr gut gelungen", findet das Projekt auch Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Geisler.

Ehrengäste: Familie Raich und Simon Brunner

Den wohl jüngsten und berühmtesten Ehrengast brachten Marlies und Benjamin Raich mit — ihre neugeborene Tochter Magdalena. Diese verschlief das Abenteuer zwar in den Armen ihrer Eltern, dafür machten ihre Brüder Josef und Jakob ihrer sportlichen Familie alle Ehre und überzeugten sich von der Trampolinlandschaft. Ganz in seinem Element war außerdem Simon Brunner — „Team Ninja Warrior"-Gewinner und Zweitplatzierter bei „Big Bounce".

Von der RTL-Show „Big Bounce" ließ sich auch René Schnöller — Betriebsleiter des FLIP LAB in Völs — inspirieren. Der Hindernisparcour, den es schnellstmöglich zu bewältigten gilt, wird Fans der Sendung bekannt vorkommen. Wie dort wartet am Ende sogar ein Buzzer, um den Wettkampf mit Freunden noch spannender zu machen. „Wir sind schon gespannt, wer es schafft, die Bestzeit zu springen", freut sich Schnöller. Gute Chancen dürfte wohl Lorenz Wetscher haben — der 21-jährige Wattenberger entschied im März 2018 die erste Ausgabe der Trampolinshow für sich.

Ganz neu ist die Trendsportart nicht, in den USA sind Indoor-Trampolinparks schon seit einigen Jahren nicht mehr wegzudenken. Ein effektives Workout gepaart mit jeder Menge Glücksgefühle soll es sein — eine vielversprechende Ankündigung, die im Selbstversuch ihrem Anspruch durchaus gerecht wird. Nach einer Stunde mehr oder weniger geschickter Sprung- und Balanciermanöver samt jeder Menge Gelächter verlässt man die Halle verschwitzt, etwas wacklig auf den Beinen, aber selig — und ein klein wenig zurückversetzt in Kindertage.

Daten und Fakten

  • 2000 Quadratmeter Gesamtfläche
  • 365 Tage geöffnet
  • mehr als 60 Trampoline
  • 11 verschiedene Zonen
  • 3 Schwierigkeitsstufen
  • 1600 Quadratmeter Trampolin- und Freestylefläche
  • 14 Euro (12 bei Online-Reservierung) kostet eine halbe Stunde, 40 Euro (36 online) etwa zwei Stunden

1 von 12

© Flip Lap

© Flip Lap

© Flip Lap

>

Kommentieren


Schlagworte