Kein „Rückzieher“ bei russischen Raketen: Türkei riskiert US-Sanktionen

Die USA und ihre Verbündeten sehen den Kauf des russischen Flugabwehrsystems durch den NATO-Partner Türkei sehr kritisch.

S-400-Systeme bei einer Militärparade in Moskau. (Archivbild)
© REUTERS

Istanbul – Die Türkei hält nach den Worten von Präsident Recep Tayyip Erdogan am Kauf russischer S-400-Flugabwehrraketen fest. Die türkische Regierung habe mit Russland eine Vereinbarung getroffen, sagte Erdogan laut der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu am Dienstag. Ankara sei fest „entschlossen“ und habe nicht vor, bei dem umstrittenen Rüstungsgeschäft „einen Rückzieher zu machen“.

Die USA und ihre Verbündeten sehen den Kauf des russischen Flugabwehrsystems durch den NATO-Partner Türkei kritisch. Es besteht die Sorge, dass Russland über das System Informationen über NATO-Flugzeuge erhält. Wegen dieser Bedenken haben die USA bereits Ankaras Teilnahme an der Produktion von F-35-Kampfflugzeugen ausgesetzt, zu denen türkische Firmen mehrere Bauteile beisteuern.

Im Mai hatte der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar zudem erklärt, dass sich die türkische Regierung wegen des umstrittenen Geschäfts auf US-Sanktionen einstelle. Ankara bereitet sich demnach auf Sanktionen unter dem US-Caatsa-Gesetz vor, das Geschäfte mit russischen Rüstungsfirmen unter Strafe stellt. (APA/AFP)

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