D-Day: Entscheidungsschlacht im Westen

6. Juni 1944: Die Invasion in der Normandie. Für Joseph Goebbels: „Der entscheidende Tag des Krieges.“

Am Abend des 6. Juni standen bereits mehr als 150.000 der Alliierten auf französischem Boden.
© NATIONAL ARCHIVES

Von Rolf Steininger

Die Gefahr im Osten ist geblieben, aber eine größere im Westen zeichnet sich ab: die angelsächsische Landung!“ So lautete der entscheidende Satz in der Weisung Nr. 51, die Hitler am 3. November 1943 unterschrieb und in der er befahl, die Verteidigung dort entsprechend zu verstärken. Vier Wochen später wurde Generalfeldmarschall Erwin Rommel damit beauftragt. Am 7. März 1944 schrieb er an seine Frau: „Im Westen sind wir bester Zuversicht, es zu schaffen. Allein der Osten muss halten.“ Drei Tage später fand sich die gesamte Generalität aus Frankreich im Schloss Kleßheim bei Salzburg ein, wo Hitler eine Stunde lang sprach. Laut Rommel war es eine Rede von „wundervoller Klarheit und überlegenster Ruhe“. Hitler war vom Scheitern der Invasion überzeugt; das wiederum würde zum totalen deutschen Sieg führen. Die im Westen eingesetzten 45 Divisionen müssten „sofort nach der Entscheidungsschlacht im Westen“ in den Osten abtransportiert werden, um dort eine grundlegende Änderung der Lage herbeizuführen. Hitler abschließend: „Es hängt somit von jedem einzelnen Kämpfer der Westfront, als der kriegsentscheidenden Front, der Ausgang des Krieges und damit das Schicksal des Reiches ganz allein ab.“

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