Lunaplexx: Preisgekrönte Filme in der Alten Gerberei

Zum mittlerweile 16. Mal werden ausgewählte Kinofilme vom Verein „Musik Kultur St. Johann“ aufgeführt. Los geht es am 18. Juli.

© Michael Mader

Von Michael Mader

St. Johann i. T. –An die tausend Besucher aus nah und fern tummelten sich im vergangenen Jahr beim Sommerkino in der Alten Gerberei in St. Johann. Mehr geht nicht, der Raum ist pro Vorstellung nur für 115 Personen zugelassen. Auch wenn die Veranstaltung, die immer noch den Titel „Kino unterm Sternenhimmel“ trägt, bereits zum vierten Mal in der Alten Gerberei stattfindet, spielt sich das Rahmenprogramm mit Livebands aus der Region (ab 19.30 Uhr) und Catering doch im angrenzenden Garten ab. Als kleiner Trost wird der Sternenhimmel und sogar der Mond an die Decke der Alten Gerberei projiziert. Beginn ist dann um 21 Uhr.

Gezeigt werden von 18. bis 21. Juli und von 25. bis 27. Juli je vier Filme und das Kino-Dinner als Epilog auf der Angerer Alm am 9. August (18.30 Uhr). „Wir haben eigentlich nur preisgekrönte Filme“, schwärmt Maria Graf, stv. Obfrau des Vereins „Musik Kultur St. Johann“, die gemeinsam mit Geschäftsführer Hans Oberlechner, Karin Girkinger und Simon Meade, Obmann des Vereins ELFs (English Language Film Society), gestern die Filme präsentierte.

Den cineastischen Auftakt macht die Komödie „Womit haben wir das verdient?“, in der sich eine 16-Jährige urplötzlich dazu entschließt, zum Islam überzutreten, und damit nicht nur die Welt ihrer liberal eingestellten Mutter auf den Kopf stellt. In „Mein Blind Date mit dem Leben“ will ein junger Mann unbedingt in einem 5-Sterne-Hotel arbeiten. Das einzige Problem: Er ist fast blind. Mit Glück und sehr viel Disziplin schummelt er sich durch. Kultregisseur Spike Lees BlacKkKlansman zeigt voller Satire, wie ein schwarzer Polizist eine weiße Rassistentruppe in den USA der 70er-Jahre unterwandert. Den ersten Block beendet „Gegen den Strom“, ein poetischer Streifen aus Island, in dem eine Isländerin der Umweltzerstörung auf ihrer Insel mit Pfeil und Bogen den Kampf ansagt.

Für Humorvolles aus Österreich sorgt ein Mann für gewisse Stunden in „Love Machine“, großes historisches Kino in englischer Originalfassung bringt „The Favourite“ (deutsche Untertitel) auf die Leinwand. Die Reise geht mit „Birds of Passage“ weiter nach Kolumbien, bevor „Der Junge muss an die frische Luft“, die mitreißend spaßige wie tiefgründige filmische Aufarbeitung der Kindheit von Entertainer Hape Kerkeling, den würdigen Abschluss des diesjährigen Sommerkinofestivals bildet.

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