2.500 Vertriebene nach Regen und Überschwemmungen in Libyen

Heftige Regenfälle und Überschwemmungen haben im Südwesten Libyens rund 2.500 Menschen aus ihrer Heimat vertrieben. In der Region um Ghat an der Grenze zu Algerien kamen nach den Unwettern der vergangenen Tage UN-Angaben zufolge mindestens vier Menschen ums Leben, darunter drei Kinder.

Die international anerkannte Regierung Libyens erklärte die Region zu einem Katastrophengebiet, wie die libysche Nachrichtenagentur Lana berichtete. Die schweren Regenfälle hatten in Ghat vor gut einer Woche begonnen. Anrainer berichteten von schweren Schäden an Häusern, Ackerland, Straßen und Telefonleitungen. Insgesamt sind dem örtlichen UN-Nothilfebüro OCHA zufolge 20.000 Menschen betroffen. Unter anderem würden Lebens- und Arzneimittel benötigt. Helfer arbeiteten daran, mit Schlauchbooten diejenigen zu retten, die sich nicht selbst aus den Wassermassen befreien konnten.

In dem nordafrikanischen Bürgerkriegsland kämpfen zwei rivalisierende Regierungen und zahlreiche Milizen um die Macht. Das Land war nach dem Sturz von Machthaber Muammar al-Gaddafi 2011 ins Chaos gestürzt.

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