Innsbrucker organisiert Bergisel-Schlacht

Innsbruck – Am 25. und 29. Mai 1809 ging rund um den Bergisel die 2. Bergisel-Schlacht über die Bühne. „Da kämpften sowohl Schützen als auch...

Da geht der Rauch auf: Bereits 2017 wurde in Schabs die 2. Bergisel-Schlacht nachgestellt.
© Rapp

Innsbruck –Am 25. und 29. Mai 1809 ging rund um den Bergisel die 2. Bergisel-Schlacht über die Bühne. „Da kämpften sowohl Schützen als auch österreichische Truppen gegen die feindlichen Franzosen, Bayern und Sachsen“, erzählt Marcus Autherith. Der Innsbrucker Jurist kennt die Geschichte dieser Tage wie seine Westentasche, ist Obmann des Vereins Tiroler Jägerregiment Nr. 64.

Und er ist verantwortlich für den Inhalt der Veranstaltung „Erlebniswelt Tirol 1809“, welche vom 14. bis 16. Juni in Schabs am Eingang zum Südtiroler Pustertal über die Bühne geht. Rund 500 Personen aus acht europäischen Ländern nehmen daran teil, nachgestellt wird u. a. die 2. Bergisel-Schlacht.

„Reenactment“ lautet der Fachbegriff dafür, wenn Menschen sich nicht nur mit Geschichte beschäftigen, sondern diese auch leben – Männer schlüpfen entweder in die Uniformen der einstigen Regimenter, Frauen treten als Marketenderinnen in Aktion. Um Kriegsspiele geht es den Beteiligten allerdings nicht. „Wir wollen das faszinierende Leben von 1809 zeigen, auch im zivilen Bereich – etwa in Form von altem Handwerk“, sagt Autherith.

Besuchern wird im Rahmen der dreitägigen Veranstaltung jedenfalls viel geboten (www.erlebniswelttirol1809.com). Autherith hat daher noch viel zu tun. Eine besondere Hürde in der Planung waren u. a. die gesetzlichen Auflagen, so wird z. B. für das Gefecht Schwarzpulver verwendet. PS: Auch ein Andreas Hofer und ein Napoleon Bonaparte werden anwesend sein – wenngleich sich die zwei im wahren Leben nie begegnet sind. (i.r.)


Kommentieren


Schlagworte