Innsbrucker zahlten 210 Euro Strafe für zwei schwarzfahrende Räder

Zwei Innsbrucker mit Zugticket samt zwei ticketlosen Rädern. Ein Fehler kam langjährige Bahnkunden teuer. Kulanz? Fehlanzeige!

Hubert Schneeberger hatte für sein Rad vom Brenner nach Innsbruck kein Ticket gelöst.
© Schneeberger

Von Alexandra Plank

Innsbruck – Bis zur Rückfahrt mit dem Regionalzug vom Brenner nach Innsbruck war es für Hubert Schneeberger und seinen Freund ein perfekter Feiertag. Mit den Rädern waren sie zu Christi Himmelfahrt nach Südtirol gefahren und hatten dort eine Tour unternommen. Die langjährigen Kunden der ÖBB kauften via APP zwei Tickets für die Fahrt. „Es war uns nicht bewusst, dass wir auch für unsere Fahrräder ein Ticket lösen müssen“, erklärt Schneeberger. Mit dieser Tatsache wurden sie aber von der Schaffnerin konfrontiert. Da dachten die beiden noch, mit einer Entschuldigung und einer Nachzahlung, der Betrag hätte 2 Euro ausgemacht, wäre die Sache erledigt. „Die Schaffnerin wies uns darauf hin, dass das nicht mehr möglich sei und wir die Fahrräder illegal mitgenommen hätten“, erzählt der Unternehmer. Bei den weiteren Forderungen blieb ihm dann die Spucke weg, wie er sagt. „Sie erklärte, sie müsse eine Strafe von 105 Euro pro Person für das fehlende Fahrradticket verlangen.“ Erst dachte der Innsbrucker, es handele sich um einen Scherz: „Eine Strafe von 210 Euro für zwei Fahrräder ist mehr als überzogen und jenseits jeglicher Realität, vor allem da wir ja im Besitz gültiger Personentickets waren.“ Die ÖBB-Mitarbeiterin zeigte sich aber nicht situationselastisch. Die Männer bezahlten sofort, da bei nachträglicher Bezahlung die Strafe pro Person um 30 Euro erhöht worden wäre.

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