Heli-Krieg in Osttirol heizt sich von Neuem auf

Dass Roy Knaus’ Notarzthubschrauber Martin 4 seit gestern auch im Sommer fliegt, sorgt für Ärger. Die Flugretter fordern vom Land die Neuausschreibung.

Knaus beteuert, dass er vom Land ersucht worden sei, das System in Osttirol aufgrund von Problemen mit der Notarztversorgung zu unterstützen.
© Brunner Images | Christian Walde

Von Manfred Mitterwachauer

Innsbruck, Matrei i. O. –„Leise, still und heimlich an allen Behörden vorbei.“ Auf diese Art und Weise sei mit gestrigem Tag der Notarzthubschrauber Martin 4 in Matrei in Osttirol in Betrieb genommen worden. Diese schweren Vorwürfe erhoben gestern die Flugrettungsbetreiber ÖAMTC, ARA, SHS, Schenk-Air, Wucher Helikopter und HAT in einer gemeinsamen Erklärung. Sie fordern nun Gesundheits-Landesrat Bernhard Tilg (VP) auf, den Flugrettungsdienst „endlich auszuschreiben“: „Schade um die bis jetzt optimal funktionierende Lösung.“ Damit bezieht man sich auf die 2015 mit Tilg getroffene Vereinbarung, dass der Sommer mit acht, der Winter mit 15 Helikoptern zu versorgen sei, die TT berichtete. Wiederholt ignoriere nun ein Betreiber diese Zusagen. Die Forderung nach Konsequenzen wird laut: Entweder werde Martin 4 nicht mehr für Einsätze disponiert, andernfalls führe an der Ausschreibung kein Weg vorbei, sagt die Allianz der Flugrettungsbetreiber: „Dann muss sich das Land deklarieren, von wie vielen Standorten aus es die Flugrettung organisiert haben möchte.“

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