Fliegen und das Klima: Der „Greta-Effekt“ geht in die Luft

Gut 30 Jahre ist es her. Damals waren die „Kreidespuren“, die Flugzeuge über den Himmel zogen, ein Hingucker. Heute steht Fliegen für Ignoranz. Ignoranz gegenüber dem grünen Fußabdruck. Das erklärt, warum Greta Thunberg lieber 26 Stunden im Zug sitzt, als abzuheben und sagt: „Flugschämt euch!“

Greta Thunberg machte Klimaschutz und Flugscham zum Thema.
© APA/KEYSTONE/VALENTIN FLAURAUD

Von Judith Sam

Ja, man kann klimaneutral fliegen. Ganz ohne CO2Ausstoß. Soviel zur guten Nachricht. Die schlechte: Das geht nur beim Segelfliegen. Per Katapultstart. Wird etwas schwierig so ins Urlaubsparadies zu reisen. Wer stattdessen mit Tomatensaft in der Hand und Bildschirm im Vordersitz verwöhnt fliegen will, muss damit rechnen künftig zu hören: „Sag mal, hast Du keine Flugscham?“ Das Wort, das ausdrückt, dass man sich nicht um den grünen Fußabdruck schert, hat eine internationale Medienkarriere hingelegt, von der so mancher Möchtegern-Promi nur träumen kann. Am 14. März 2018 stand es erstmals im Svenska Dagbladet. Heute ist der Begriff, der aus Schweden, der Heimat von Umweltaktivistin Greta Thunberg, stammt, in aller Munde.

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