Italien plant Verbot für Landung des Rettungsschiffes „Alan Kurdi“

Die deutsche Hilfsorganisation Sea-Eye hat mit ihrem Schiff „Alan Kurdi“ nach eigenen Angaben 65 Menschen aus dem Mittelmeer vor der libyschen Küste gerettet.

Das Rettungsschiff Alan Kurdi.
© sea-eye.org

Rom – Das italienische Innenministerium plant ein Verbot für die Einfahrt des deutschen Rettungsschiffes „Alan Kurdi“ in Italiens Hochheitsgewässer. „Das Schiff kann nach Tunesien oder nach Deutschland fahren“, betonte Innenminister Matteo Salvini nach einem telefonischen Gespräch mit dem maltesischen Premier Joseph Muscat am Freitag.

„Italien und Malta haben auch in diesem Fall ähnliche Ansichten. Es handelt sich um zwei EU-Länder, die bereits seit Jahren unter der Gleichgültigkeit und der Unfähigkeit der EU leiden“, erklärte Salvini.

Die deutsche Hilfsorganisation Sea-Eye hat mit ihrem Schiff „Alan Kurdi“ nach eigenen Angaben 65 Menschen aus dem Mittelmeer vor der libyschen Küste gerettet. Die Menschen seien Freitag früh auf einem überladenen Schlauchboot in internationalen Gewässern entdeckt worden, teilte die in Regensburg ansässige Organisation mit. Sie würden von Ärzten untersucht. Die „Alan Kurdi“ fährt unter deutscher Flagge.

Derzeit wartet bereits ein weiteres Rettungsschiff der italienischen Hilfsorganisation Mediterranea mit mehr als 50 Migranten auf den Einlass in einen sicheren Hafen. Der italienische Innenminister hat eine Einfahrt verboten. Malta hat sich bereit erklärt, die Menschen von dem Segelboot „Alex“ aufzunehmen. Allerdings nur, wenn Italien im Gegenzug 55 Migranten übernimmt, die bereits auf Malta sind. (APA)


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