Kraftwerk Kaunertal steht erneut auf dem Prüfstand

Das Umweltverfahren für das geänderte Ausbauprojekt der Tiwag geht weiter. Gestern wurde mit den Gutachtern der Zwischenstand bewertet.

Im Landhaus ging es gestern um das größte Kraftwerksprojekt in Tirol. 2012 wurde die Kaunertal-Erweiterung eingereicht.
© TT

Von Peter Nindler

Innsbruck –Mehr als 80 Millionen Euro hat der Landesenergieversorger Tiwag bereits in die Vorarbeiten für den Ausbau des Kraftwerks Kaunertal investiert. Die bestehende Anlage soll zu einem Pumpspeicherkraftwerk ausgebaut, ein Oberstufenspeicher im Platzertal mit einem Fassungsvermögen von 42 Millionen Kubikmetern errichtet und Wasser aus dem Ötztal gefasst werden. Von Anfang an wurde das Projekt von Umweltschutzorganisationen als nicht umweltverträglich kritisiert. 2012 wurde die 1,3 Milliarden Euro teure Erweiterung beim Land eingereicht. Der Landesumweltanwalt geht in seiner Stellungnahme jedoch davon aus, „dass bei Realisierung die Schutzgüter Gewässerökologie, Lebensraum heimischer Pflanzen und Tiere, Natur- und insbesondere Wasserhaushalt, Landschaftsbild und Erholungswert schweren und nachhaltigen Schaden erleiden werden und das Vorhaben mit heutigem Wissensstand unvertretbare Auswirkungen mit sich bringen wird“.

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