Nach Zitteranfällen: Merkel hörte Hymne im Sitzen

Beim Besuch der dänischen Ministerpräsidentin in Berlin wurde das Protokoll geändert. Angela Merkel und Mette Frederiksen hörten die Nationalhymnen im Sitzen.

Mette Frederiksen und Angela Merkel hörten die Nationalhymnen im Sitzen.
© APA/AFP/dpa/Wolfgang Kumm

Berlin – Nach mehreren Zitteranfällen bei der Begrüßung ausländischer Regierungschefs hat Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel das Zeremoniell am Donnerstag teilweise im Sitzen absolviert.

Sie und die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen saßen beim Abspielen der Nationalhymnen auf Stühlen mit weißem Stoffbezug vor dem Kanzleramt. Die Stühle standen auf einem kleinen Podest, von dem aus die Kanzlerin und ihr jeweiliger Gast die Nationalhymnen normalerweise im Stehen anhören.

„Man muss sich keine Sorgen machen“

Bei einem solchen Anlass hatte Merkel zuletzt am Mittwoch einen Zitteranfall erlitten, als sie den finnischen Regierungschefs Antti Rinne mit militärischen Ehren empfing. Anschließend versicherte sie, es gehe ihr gut: „Man muss sich keine Sorgen machen.“

Erstmals hatte die Kanzlerin Mitte Juni beim Empfang des neuen ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj heftig gezittert. Wenige Tage später erlitt sie bei der Ernennung der neuen Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Schloss Bellevue erneut einen solchen Anfall. (APA/dpa)

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