Klangraffinesse und Schwung

In der Musiksprache bedeutet „con brio" so viel wie „mit Schwung" oder „lebhaft". Lebhaft fürwahr und mit jeder Menge Esprit ausgestattet pr...

© Hauser

In der Musiksprache bedeutet „con brio" so viel wie „mit Schwung" oder „lebhaft". Lebhaft fürwahr und mit jeder Menge Esprit ausgestattet präsentierten sich die drei Tiroler Klarinettisten Florian Mühlberger, Stephan Moosmann und Christoph Schwarzenberger als Trio Con Brio im Rahmen des zweiten Laurentiuskonzertes am Imster Bergl. An der Volksoper, beim Kammerorchester Inn­Strumenti bzw. beim Orchester Akademie St. Blasius tätig, sind die drei Musiker über jeglichen technischen Zweifel erhaben.

Dass die Klarinette der menschlichen Stimme am nächsten komme, soll Mozart gesagt haben, dass sie überall eingesetzt werden kann, ob Klassik, Jazz, Volksmusik oder Klezmer, das ist hinlänglich bekannt. Entsprechend war das musikalische Angebot des formidablen Klarinettentrios. Originalliteratur bzw. Arrangements von J. S. Bach, W. A. Mozart, Johann Strauß, bis hin zu den Tiroler Komponisten Josef Friedrich Hummel, Werner Pirchner und Florian Bramböck waren ganz nach dem Geschmack des Publikums. Mit welcher Perfektion, klanglichen Raffinesse, feinsinnigen Phrasierung und musikalischen Intelligenz die drei das Potenzial der Stücke ausloteten, war eine reine Freude.

In die Klangwelt des 18. Jahrhunderts darf man am 18. Juli mit dem auf die historische Aufführungspraxis spezialisierten Trio Sforzapiano eintauchen. (hau)

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