Flüchtlinge in Tirol: Aufgriffszahlen weiter rückläufig

Im ersten Halbjahr 2019 verzeichnete die Tiroler Fremdenpolizei rund 1000 Aufgriffe und rund 900 Rückübernahmen aus Deutschland.

(Symbolfoto)
© TT/Böhm

Innsbruck – Der Rückgang der illegal Eingereisten in Tirol dürfte sich auch im Jahr 2019 fortsetzen. Während die Tiroler Fremdenpolizei im Jahr 2016 noch 11.812 Aufgriffe verzeichnete, reduzierte sich die Zahl im Jahr 2017 auf 7406 und im Jahr 2018 auf 5014. Im ersten Halbjahr 2019 wurden hingegen nur rund 1000 Flüchtlinge aufgegriffen, zudem gab es rund 900 Rückübernahmen aus Deutschland.

Der Hauptgrund für den signifikanten Rückgang liege vor allem an den ebenfalls rückläufigen Anlandungen in Italien, erklärte Harald Baumgartner, Leiter der Tiroler Fremden- und Grenzpolizei, am Freitag vor Journalisten. Bisher habe es im Jahr 2019 2779 Anlandungen in Italien gegeben, vor einem Jahr seien es noch 16.668 gewesen.

Auch der Trend, dass Flüchtlinge nicht mehr bevorzugt über die Schiene, sondern vermehrt über die Straße kommen, halte an. Rund 70 Prozent der illegal Eingereisten werden auf der Straße aufgegriffen und nur mehr 30 Prozent in Zügen. Flüchtlinge, die mit Güterzügen kommen, würden nur mehr vereinzelt vorkommen. „Heuer hatten wir bisher erst vier Personen“, so Baumgartner. Derzeit sind in Tirol 2408 Asylwerber in der Grundversorgung. (APA)

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