Mini-Solaranlagen erobern immer öfter die Balkone

Mini-Solaranlage kann sich für Mieter nach wenigen Jahren rechnen. Es braucht ein sonniges Plätzchen und spezielle Steckdosen.

Kleinanlagen am Balkon sollen vor allem den Eigenverbrauch decken.
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Frankfurt –Wenn die Sonne hoch am Himmel steht, klingeln bei den Besitzern von Photovoltaikanlagen die Kassen. Mittlerweile können auch Mieter auf dem Balkon ihren eigenen Strom produzieren. Allerdings müssen sie bei den Mini-Solaranlagen einiges beachten.

Welche Standorte sind geeignet? Die kleinen Anlagen können je nach Bauart auf dem Balkon, auf der Terrasse oder auf der Garage platziert oder auch an der Hausfassade montiert werden. Ein einzelnes Modul ist meist kleiner als zwei Quadratmeter und wiegt weniger als 30 Kilogramm. Ein integrierter Modulwechselrichter wandelt den erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom, der direkt ins Hausnetz eingespeist und verbraucht werden kann. „Unter energetischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten sollte das Solar-Gerät in Richtung des unverschatteten Himmels blicken“, rät die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS).

Rechnen sich die Mini-Anlagen? „Während die Module auf dem Dach mehrere tausend Kilowattstunden erzeugen, sind es bei den Mini-PV-Anlagen auf dem Balkon nur wenige hundert Kilowattstunden“, erklärt Michael Maucher von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. „Typischerweise haben die meisten Balkon-Solarmodule eine Leistung von 200 bis 600 Watt“. Dennoch können sich die Mini-Anlagen rechnen, weil die Preise für Solarmodule in den vergangenen Jahren eingebrochen sind. Günstige Module gibt es schon für wenige hundert Euro. So kostet die Produktion einer Kilowattstunde mit den preiswertesten Modulen laut einer Marktübersicht der DGS nur rund acht Cent. Zum Vergleich: Ein durchschnittlicher Haushalt zahlt in Österreich rund 21 Cent für den Strom an den Versorger. Damit macht sich die Anschaffung je nach Sonneneinstrahlung in einigen Jahren bezahlt.

Lohnt sich die Einspeisung ins öffentliche Netz? Auch die Mini-Anlagen können von der Einspeisevergütung profitieren und damit Geld verdienen. „Allerdings ist die Menge des eingespeisten und damit vergüteten Stroms voraussichtlich sehr gering. Der bürokratische Aufwand lohnt sich oft nicht. „In erster Linie soll der Eigenverbrauch gedeckt werden.“

Wer den überschüssigen selbsterzeugten Strom nicht verschenken will, muss sich einen Batteriespeicher zulegen. (APA)


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