EZB: Firmen kamen im Frühjahr etwas schwerer an Kredite

Die Geldhäuser haben auf Grund der sich eintrübenden Konjunktur die Standards für Firmendarlehen verschärft. Bei Verbraucherdarlehen wird wieder mit einer Lockerung der Richtlinien gerechnet.

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Frankfurt – Unternehmen in der Eurozone sind einer Umfrage unter Banken zufolge im Frühjahr etwas schwerer an Kredite gelangt. Geldhäuser verschärften im zweiten Quartal ihre Standards für Firmendarlehen, wie eine am Dienstag veröffentlichte Erhebung der Europäischen Zentralbank (EZB) unter Kreditinstituten ergab.

Sorgen um die Konjunkturaussichten und eine zunehmende Risikoscheue hätten dazu geführt, dass Geldhäuser ihre internen Richtlinien verschärften. Auch für Verbraucherdarlehen wurden die Vergabebedingungen strenger, während die Standards für private Immobiliendarlehen weitgehend gleich blieben. Für das dritte Quartal werden unveränderte Standards für Firmendarlehen und Immobilienkredite erwartet. Bei Verbraucherdarlehen wird wieder mit einer Lockerung der Richtlinien gerechnet.

Weitere Schritte für eine expansive Geldpolitik signalisiert

144 Finanzinstitute nahmen diesmal an der vierteljährlichen Umfrage teil, die von den Währungshütern stark beachtet wird. Die Ergebnisse liefern ihnen wichtige Anhaltspunkte dafür, wie sich die Finanzierungsbedingungen in den 19 Euro-Ländern entwickeln.

Wegen der Konjunktursorgen und der trüben Inflationsaussichten hatte die EZB-Führung zuletzt weitere Schritte für eine expansive Geldpolitik signalisiert. Die nächste Zinssitzung findet am Donnerstag statt. Experten erwarten, dass die EZB dann zumindest ihren Zinsausblick verändert und künftig auch Senkungen anvisiert. Einige Volkswirte gehen davon aus, das die Notenbank bereits diese Woche handeln wird. (APA, Reuters)

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