„Eine Besenderung des Bären ist derzeit nicht sinnvoll“

Noch fehlt der DNA-Nachweis, dass ein Bär im Tiroler Oberland für zahlreiche Nutztierrisse verantwortlich ist — auch wenn die Spuren an den ...

Ende Juni tappte ein Bär im Außerfern im Klausenwald in die Fotofalle.
© Land Tirol

Noch fehlt der DNA-Nachweis, dass ein Bär im Tiroler Oberland für zahlreiche Nutztierrisse verantwortlich ist — auch wenn die Spuren an den Kadavern darauf hindeuten. Im Landhaus soll zuletzt daher laut darüber nachgedacht worden sein, den Bären mit einem Sender auszustatten.

Martin Janovsky, Beauftragter des Landes für große Beutegreifer, kann dieser Idee zum aktuellen Zeitpunkt wenig abgewinnen. „Eine Besenderung des Bären — vorausgesetzt, er ist für die jüngsten Risse auch tatsächlich verantwortlich — ist derzeit nicht sinnvoll." Denn das Tier sei bis dato nicht als so genannter „Risikobär" in Erscheinung getreten. Aktuell sei weiter davon auszugehen, dass das männliche Jungtier, wie andere in der Vergangenheit auch, lediglich auf Durchzug in Tirol sei. Er suche weder die Nähe zum Menschen noch kehre er immer wieder an die gleiche Stelle zurück, um etwa Bienenstöcke oder Mülltonnen auszuräumen. Erst wenn das der Fall ist, mache es Sinn und sei es rechtlich zulässig, den Bären mit einem Sender zu versehen. Schließlich könne dann das Tier geortet werden, um Vergrämungsmaßnahmen wie das Beschießen mit Gummigeschossen durchzuführen.

Vorerst beschränke man sich darauf, die Wege des Bären nachzuvollziehen — etwa anhand von Spuren und Wildkamera-Bildern. (np)

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