Offenes Haar bei Bundesmusikfest: Musikbund kriegt sich in die Haare

Beim Bundesmusikfest in Weißenbach wurde offenes langes Haar bei Musikantinnen schriftlich bemängelt. Das sorgt für Irritationen.

Haare aufgesteckt – vorbildlich präsentierten sich diese Musikantinnen in Weißenbach – wenn es nach einem ranghohen Bewerter geht.
© Helmut Mittermayr

Von Helmut Mittermayr

Reutte, Innsbruck –Reutte wäre vor Lechaschau gelegen, wenn da nicht offene Haare ins Spiel gekommen wären – das erklärt der Außerferner Bezirksstabführer Roland Hohenrainer. Auf Bewertungszetteln seien Haare explizit als Mangel angeführt gewesen. Die Rede ist vom Bundesmusikfest in Weißenbach. Dort marschierten am Sonntag 36 Kapellen bei der Marschmusikbewertung mit, um aus einem Mix aus Tonalität, Auftreten, Gleichschritt und Erscheinungsbild eine möglichst hohe Punktezahl zu erreichen. Wie berichtet, hatten sich Mitglieder zweier Kapellen erregt, weil sie die Anordnung, dass Musikantinnen langes Haar gebunden tragen müssten, als Respektlosigkeit Frauen gegenüber empfanden. Der Obmann des Außerferner Musikbundes, Horst Pürstl, hatte erklärt, dass sich Kapellen, die sich nicht daran halten würden, der Gefahr aussetzen würden, beim Erscheinungsbild Abzüge zu bekommen. Damit werde eine österreichweite Übung umgesetzt und zudem den klaren Vorgaben des Tiroler Trachtenverbandes gefolgt.

Kostenlos registrieren und weiterlesen

Dieser Exklusiv-Artikel ist nur für Nutzer verfügbar, die sich kostenlos auf tt.com registriert haben.

Jetzt kostenlos registrieren
Ich bin bereits registriert und möchte mich anmelden

Kommentieren


Schlagworte