Streik im italienischen Verkehrssektor gegen Regierung

Mitten in der Urlaubszeit ist das Ferienland Italien mit einer Streikwelle im Bahn-, Flug- und Nahverkehr konfrontiert. Am Mittwoch sind Bedienstete im Bahn- und im Nahverkehr sowie im Logistikbereich in den Streik getreten. Vom Ausstand betroffen sind auch Taxis, Schiffe, Autovermieter und Autobahnbetreiber. Der Streik richtet sich gegen die Regierung aus Lega und Fünf-Sterne-Bewegung

Diese hat laut den Gewerkschaften unzulängliche Maßnahmen in Sachen Beschäftigung und Transportsicherheit ergriffen. Der Ausstand steht unter dem Motto „Bringen wir das Land wieder in Bewegung“. Die Gewerkschaften bemängeln fehlende Investitionen und Planungen im Verkehrsbereich. „Von der Effizienz, der Qualität und der Verbreitung der öffentlichen Verkehrsmittel hängt die Lebensqualität von Millionen von Menschen ab“, betonte der Präsident der Region Toskana, der Sozialdemokrat Enrico Rossi, der den Streik unterstützt.

Der Bahnverkehr ist vom Streik acht Stunden lang von 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr betroffen. Vor allem regionale Züge fielen aus. Hochgeschwindigkeitszüge auf den wichtigen Verbindungen sind vom Streik nicht betroffen. In Rom soll die U-Bahn von 12.30 Uhr bis 16.30 Uhr geschlossen bleiben. Verkehrsminister Danilo Toninelli hatte den Streik kritisiert und die Gewerkschaften angesichts der Sommerzeit mit Millionen Urlaubern zum Verzicht auf den Protest aufgerufen.

Am Freitag folgt dann ein weiterer Streik im Flugverkehrsbereich. Der Arbeitsausstand wird während vier Stunden von 10.00 Uhr bis 14.00 Uhr stattfinden.

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