Haftstrafen für Brandanschlag auf Moschee in Australien

Wegen eines Brandanschlages auf eine Moschee in Melbourne sind drei Australier zu langen Gefängnisstrafen verurteilt worden. Zwei der Täter erhielten je 22 Jahre Haft, ein dritter 16 Jahre, entschied am Mittwoch ein Gericht in Australiens zweitgrößter Stadt. Richter Andrew Tinney sprach von einem abscheulichen Verbrechen, das durch Hass, Intoleranz und Bosheit motiviert gewesen sei.

Es habe sich um einen von der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) inspirierten Angriff auf die Religionsfreiheit gehandelt. Bei den Tätern im Alter von 26, 28 und 30 Jahren handelt es sich Medienberichten zufolge um sunnitische Muslime. Der Anschlag im Dezember 2016 habe sich gegen die schiitische Gemeinde gerichtet, zu der die angegriffene Moschee gehörte. Das Gotteshaus wurde bei der nächtlichen Attacke vollständig zerstört, verletzt wurde niemand. Zwei der Täter waren zuvor bereits wegen geplanter Anschläge in Melbourne zu Weihnachten 2016 verurteilt worden.

Sunnitische Extremisten haben beispielsweise auch im Irak oder in Afghanistan Anschläge gegen Schiiten verübt. Sie halten Schiiten für Abtrünnige vom wahren Glauben.

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