Mindestens 20 Zivilisten bei Angriffen in Syrien getötet

Bei Luftangriffen im Nordwesten Syriens sind am Mittwoch nach Angaben von Aktivisten mindestens 20 Zivilisten getötet worden. Unter den Opfern seien fünf Kinder, teilte die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Zehn Mitglieder einer Familie seien bei einem Angriff russischer Kampfjets in Khan Sheikhoun getötet worden.

Die Stadt liegt in der Provinz Idlib, der letzten große Bastion syrischer Rebellen. Die zehn anderen Zivilisten wurden nach Angaben der Beobachtungsstelle bei Angriffen der syrischen Luftwaffe und durch Artilleriefeuer getötet. Die in Großbritannien ansässige Beobachtungsstelle bezieht ihre Angaben von Informanten in Syrien. Ihre Angaben können kaum unabhängig überprüft werden.

In Idlib und angrenzenden Regionen gilt seit vergangenem September eigentlich eine Waffenruhe, doch die Truppen von Machthaber Bashar al-Assad und die mit ihnen verbündete russische Armee gehen seit Ende April wieder verstärkt gegen die Rebellen vor. Bei Luftangriffen und Gefechten wurden laut der Beobachtungsstelle seitdem mehr als 730 Zivilisten sowie Hunderte Kämpfer beider Seiten getötet. Zudem wurden Zehntausende Menschen in die Flucht getrieben und zwei Dutzend Kliniken zerstört.

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