„Gemeinsam sind wir stark“: Demo gegen Asbest-Zwischenlager in Kufstein

Ausgefallen und bunt demonstrieren Künstler gegen das Asbest-Zwischenlager in Kufstein.

Ausgefallen und bunt demonstrieren Künstler gegen das Asbest-Zwischenlager in Kufstein.
© Florian Haun

Kufstein –„Fünf vor zwölf – das Fass läuft über“ – unter diesem Motto trafen sich gestern Mittag mehr als ein Dutzend Mitglieder der Kufsteiner Künstlergruppe „Wildwuchs K2O“ am Unteren Stadtplatz in Kufstein, um mit Trommeln, Rasseln, Gebläse und vielem mehr die Bevölkerung auf das geplante Asbest-Zwischenlager nahe dem Kufsteiner Krankenhaus aufmerksam zu machen. Und vor allem: um dagegen zu demonstrieren. Wie berichtet, stehen derzeit Pläne im Raum, dass keine 300 Meter vom Kufsteiner Krankenhaus entfernt eine äußerst umstrittene Aufbereitungsanlage für Baurestmassen mit Asbest-Komponenten entstehen soll.

„Zum Klang der Heldenorgel sterben wir den Heldentod!“, betonten die Künstler, welche um fünf vor zwölf, wörtlich gemeint, kurz vor dem Ertönen der Heldenorgelklänge von der Kufsteiner Festung mit ihrer Performance begannen. „Denkt an unsere Kinder!“, riefen die Akteure lautstark und forderten Landeshauptmann Günther Platter auf, das Deponievorhaben sofort zu beenden. „Gemeinsam sind wir stark!“, betonten die Künstler gegenüber den Schaulustigen und wiesen auf ihre Atemnot hin, die sie auch mit ihren Kostümen und Masken ausdrückten.

© Florian Haun

Aus dem Publikum wurden sogar Rufe laut, warum denn keine Unterschriftenliste gegen die Deponie aufgelegt worden sei. Und obwohl sich der Andrang zur kunstvollen Protestaktion gestern in Grenzen hielt, gaben die Akteure alles. (fh)

© Florian Haun

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