WSG-Kicker fiebern Debütantenball in der Bundesliga entgegen

Die Bundesliga-Rückkehr der WSG Swarovski Tirol erzählt vor dem Heim-Auftakt gegen die Austria (Samstag, 17.00 Uhr/live TT.com-Ticker) viele besondere Geschichten.

Die Bundesliga-Profis liefen zum lockeren Kick mit dem WSG-Nachwuchs auf.
© Michael Kristen

Von Alex Gruber

Wattens – Bereitwillig stellten sich Florian Toplitsch, Michae­l Svoboda, Sandro Neurauter und Sebastian Santin beim Kickcamp der WSG Swarovsk­i Tirol (gut 100 Teilnehmer) am Donnerstag in die Mitte eines blutjungen Nachwuchskreises. Die Balleroberung wird ja auch in der Bundesliga ein essenzieller Bestandteil sein. Und im Kreis wollen die WSG-Spieler sicher nicht laufen.

Der Kreis jener, die schon Erstliga-Luft geschnuppert haben (Zlatko Dedic, Ione Cabrera, Florian Mader, Pascalö Grünwald, Kevin Nitzlnader, Florian Rieder), ist klein. Für viele wartet im Oberhaus ein Debütantenball, den man auf keinen Fall mit wackligen Knien in Angriff nehmen will.

Auch die Geschichte eint. Frag nach bei Florian „Topo“ Toplitsch, der neben Benni Pranter und Ferdinand Oswald den Durchmarsch von der Regionalliga in die Bundesliga fixiert hat. „Umso mehr wissen wir das mit diesem Verein zu schätzen“, führt Toplitsc­h aus. Dass sein Gesicht von den Werbeplakaten lacht, mach­e ihn „megastolz“: „Und das muss doch Zuschauer ins Stadion locken“, führt der 27-Jährige mit einem breiten Grinsen aus.

Für den gleichaltrigen Sandro „Sancho“ Neurauter geht mit der Bundesliga auch „ein Kindheitstraum in Erfüllung“: „Ich bin megastolz auf mich und dem Verein sehr dankbar. Denn ich habe nicht mehr daran geglaubt“, erinnert er daran, dass er als einer der viel Unterschätzten von Tirol-Ligist Imst zur WSG kam. Den Ball hält der Verteidiger gewohnt flach: „Ich werde mein­e Minuten bekommen und der Trainer weiß, dass ich da bin, wenn er mich braucht.“

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„Wenn mir vor zwei Jahren einer gesagt hätte, dass ich Bundesliga spiele, hätte ich ihm den Vogel gezeigt. Man kann es immer noch nicht realisieren und ist voller Vorfreud­e“, sagt der Vorarlberg-Turbo Sebastian „Sebi“ Santin (25), der von Westligist Hard den Sprung nach Wattens wagte.

Und einer wie Michael „Svobo“ Svoboda (20), der vor einem Jahr aus der Regionalliga Ost aus Stadlau kam, marschierte überhaupt schnurstracks durch: „Es ist ein unbeschreibliches Gefühl und das kann man sich in so kurzer Zeit fast nicht vorstellen.“ Svoboda kickte im Nachwuchs eineinhalb Jahr bei Rapid und freut sich als gebürtiger Wiener auf die Austria. Jeder Einzelne will sich bei der WSG beweisen.


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