Zangerl unterstützt Wahlkampfboykott: „Es wurde eine rote Linie überschritten“

Arbeiterkammerpräsident Erwin Zangerl (ÖVP) ist enttäuscht über den geringen Stellenwert der Arbeitnehmer in der (Tiroler) Volkspartei.

Tirols Arbeiterkammerpräsident Erwin Zangerl hofft nach wie vor auf einen Kurswechsel in der Bundes-ÖVP wieder zur Mitte hin.
© Thomas Boehm / TT

Von Peter Nindler

Innsbruck — Dass die vom Tiroler AAB forcierte Nationalratskandidatin Erika Landers im ÖVP-Landesparteivorstand keine Mehrheit erhielt, sorgt unter den Funktionären weiter für Kritik. Die äußert jetzt ganz offen Arbeiterkammerpräsident Erwin Zangerl (VP). In Anbetracht der Situation und des Abstimmungsergebnisses im Vorstand habe er durchwegs Verständnis dafür, dass AAB-Chefin und Landesrätin Beate Palfrader sich nicht aktiv am Nationalratswahlkampf beteiligen werde. „Ich weiß nicht, ob die Partei darüber nachgedacht hat, dass damit eine rote Linie überschritten wurde", sagt er gegenüber der TT. Zugleich empört sich Zangerl über den „geringen Stellenwert der Arbeitnehmer" in der ÖVP. „Aber vermutlich benötigt man die Stimmen der Arbeitnehmer nicht mehr."

Kostenlos registrieren und weiterlesen

Dieser Exklusiv-Artikel ist nur für Nutzer verfügbar, die sich kostenlos auf tt.com registriert haben.

Jetzt kostenlos registrieren
Ich bin bereits registriert und möchte mich anmelden

Kommentieren


Schlagworte