Mutmaßlicher Wolfskadaver in Sellrain offenbar über Böschung geworfen

Die Mitte Juli auf der Inzinger Alm gefundenen toten Schafe hat ein Wolf gerissen. Ob es sich dabei um das Tier handelt, das diese Woche erschossen aufgefunden wurde, bleibt unklar. Indes wurde bestätigt, dass diese Woche zwei weitere Schafe gerissen wurden. Und auch bei er Untersuchung zum erschossenen Wolf gibt es Neues.

Symbolfoto.
© Rudy De Moor

Inzing – Ein am Dienstag in Sellrain gefundener Tierkadaver, bei dem es sich wahrscheinlich um einen Wolf handelt, ist offenbar zuvor mit einem Fahrzeug transportiert worden. Anschließend soll er über eine Böschung geworfen worden sein, bestätigte der Innsbrucker Bezirkspolizeikommandant Gerhard Niederwieser einen entsprechenden Bericht des ORF Tirol.

Daher gehe man davon aus, dass das Tier an einem anderen Ort getötet wurde, sagte Niederwieser. Derzeit werde weiteren Hinweisen aus der Bevölkerung nachgegangen und mögliche Zeugen zu dem Vorfall befragt, hieß es weiter. Dem bereits stark verwesten Kadaver war der Kopf abgetrennt worden, ebenso wurde ein Bauchschuss festgestellt. Eine DNA-Probe soll Gewissheit bringen und kommende Woche feststehen. Vom Täter fehlt bisher jede Spur.

Auf Inzinger Alm gefundene Schafe von Wolf gerissen

Einmal mehr gibt es indes eine Bestätigung, dass in Tirol ein Wolf umgeht oder zumindest umgegangen ist. Durch eine DNA-Analyse der Veterinärmedizinischen Universität in Wien wurde nachgewiesen, dass es sich bei zwei Mitte Juli aufgefundenen Schafen auf der Inzinger Alm um Wolfsrisse handelt. Das Land bestätigte am Freitag außerdem, dass am Mittwoch zwei weitere gerissene Schafe auf der Inzinger Alm aufgefunden wurden – die TT berichtete. Der Hirte der Alm hatte auf die toten Tiere aufmerksam gemacht, nähere Hintergründe waren vorerst nicht bekannt.

Ob das diese Woche erschossen aufgefundene Tier, bei dem es sich höchstwahrscheinlich um einen Wolf handelt, für die Risse Mitte Juli „verantwortlich“ ist, war indes weiter unklar. „Die aufwendige Untersuchung wird noch mehrere Wochen in Anspruch nehmen“, erklärte Martin Janovsky, Beauftragter des Landes für große Beutegreifer.

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Bei den beiden gerissen aufgefundenen Schafen auf der Inzinger Alm waren am 17. und 18. Juli Proben entnommen worden. In beiden Fällen stammt die DNA von einem Tier, das der italienischen Population zuzurechnen ist, hieß es nunmehr. (APA/TT.com)


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