Diesel-Debatte kocht nach Kammer-Vorstößen über

LH Platter korrigiert AK- und WK-Präsidenten beim Dieselprivileg: nur Transit-Lkw im Fokus. Die Landtagsparteien sind sich weiter uneinig.

Auf die Billig-Tankstellen entlang der Inntal- und Brennerautbahn (im Bild bei Wörgl) fahren die (Transit)Lkw nicht nur sprichwörtlich ab.
© www.muehlanger.at

Innsbruck –Dieser Einwurf hatte in der Transitdebatte noch gefehlt: Mit ihrem gemeinsamen Vorstoß gegen eine Abschaffung des so genannten „Dieselprivilegs“ kochte gestern die seit dem Berliner Transitgipfel zwischen Deutschland und Österreich wieder geführte Debatte darüber regelrecht über. Wie berichtet, hatten Christoph Walser und Erwin Zangerl, die Präsidenten der Wirtschafts- bzw. Arbeiterkammer (WK, AK), mit drastischen Berechnungen vor dem Aus des Dieselprivilegs gewarnt. Letzteres wurde – in unterschiedlicher Partei-Tonalität – zuletzt auch von der schwarz-grünen Landesregierung gefordert. Diesel ist im Vergleich zu Benzin mit 8,5 Cent steuerlich begünstigt. Die Rechnung der Kammerpräsidenten lautet: Fällt das Dieselprivileg, kämen auf die Tiroler (Pendler) 46 Mio. € an Mehrkosten zu, 51 Mio. € an Wertschöpfung sowie 430 Arbeitsplätze gingen verloren.

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