Schwarzfahrer attackierte Schaffnerin: Haft

Mit einem mulmigen Gefühl und in Begleitung des ÖBB-Betriebsrates machte gestern am Landesgericht eine Zugschaffnerin ihre Zeugenaussage. Sa...

In der Regionalbahn attackierte ein Syrer eine Schaffnerin. Jetzt wurde er verurteilt. (Symbolbild)
© Murauer

Mit einem mulmigen Gefühl und in Begleitung des ÖBB-Betriebsrates machte gestern am Landesgericht eine Zugschaffnerin ihre Zeugenaussage. Saß ihr doch jener 26-jährige Syrer gegenüber, der sie Ende Mai schwer verletzt und mit dem Umbringen bedroht hatte. Bei den Erstangaben zum Prozess um gefährliche Drohung und Körperverletzung hatte der Asylwerber Richter Andreas Mair noch per Dolmetsch ausgerichtet, dass er kein Wort Deutsch spreche. So habe er mit der Schaffnerin nie in einen Dialog treten und sie schon gar nicht bedrohen können. Dabei hatte der 26-Jährige die Schaffnerin wohl schon verstanden, als diese den Schwarzfahrer ersatzweise zur Lösung einer Karte um acht Euro aufgefordert hatte. Für ihr Entgegenkommen erntete die Frau dann allerdings Todesdrohungen und Gesten des Halsdurchschneidens. Darauf wollte die Schaffnerin den Notruf betätigen, wurde vom Syrer geschupft und dabei massiv am Arm verletzt. Noch heute plagen die Frau Panikattacken. Erst kürzlich wurde der 26-Jährige zu vier Monaten bedingter Haft und einer Geldstrafe wegen Erpressung verurteilt. Gestern kamen drei Monate — unbedingte — Haft dazu. Richter Mair: „Sie missbrauchen hier ihr Gastrecht!" (fell)

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