ARTeVENT startet in die zweite Woche

Gut gefüllt zeigte sich das alte Widum am Eröffnungswochenende: ARTeVENT und das Alpenvereinsmuseum Innsbruck hatten dort zur Schau einer hi...

Das ARTeVENT-Team Gerhard Moser, Florentine Prantl, Thomas Schmarda, Ursula Scheiber, Judith Schöpf und Ludwig Braun (v. l.) vor den Bildern von Charles Brizzi in der Bergsteigerkapelle in Vent.
© ARTeVENT

Gut gefüllt zeigte sich das alte Widum am Eröffnungswochenende: ARTeVENT und das Alpenvereinsmuseum Innsbruck hatten dort zur Schau einer historischen Besonderheit geladen. 150 Jahre alt, somit aus der Gründungszeit des Alpenvereins und aus der Zeit des Wirkens von Franz Senn, ist das „Fremdenbuch" für Vent. Digital aufbereitet ist es nun zum ersten Mal öffentlich einsehbar.

Gleich zwei weitere Ausstellungen wurden am selben Abend in und rund um die Bergsteigerkapelle präsentiert. In großen Tafeln rückt Profifotograf Bernd Ritschel die stark schwindenden Ferner in den Ötztaler Alpen in das Zentrum: eine ästhetisch schöne, gleichzeitig von Melancholie begleitete Werkschau. Ebenso auf die Landschaft, jedoch vor 150 Jahren, blickt die Ausstellung von gemalten Bildern des Künstlers Charles Brizzi in der Bergsteigerkapelle. Sie sind Zeugnisse einer romantisch-verklärten Sicht auf die alpine Landschaft von damals.

Mit dem zweitägigen Kunstworkshop „Landschaftsmalerei" von und mit Jessie Pitt bewegt sich das ARTeVENT-Programm an diesem Wochenende in der Gegenwart. Der Ist-Zustand der Landschaft wird künstlerisch dokumentiert.

„Vorsicht!" heißt es in der nächsten Woche, in der es um alpine Zukunftsvisionen gehen wird. Eine Literaturwanderung mit der österreichischen Nachwuchs-Schriftstellerin Marie Gamillscheg am Nachmittag des 15. August geht den Venter Zukunftstagen am 16. und 17. August voraus.

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Der Freitag, 16. August, ist dreiteilig der Frage nach der Zukunft des Tourismus in der alpinen Natur gewidmet: mit einem Brunch mit Diskussion am Vormittag, einer Exkursion durch das Bergsteigerdorf am Nachmittag und einem Vortrag zur nachhaltigen Entwicklung des Tourismus am Abend. Am Samstag wird bei einer Wanderung von Vent nach Rofen der Nutzung der Landschaft nachgegangen und ein Blick in die Zukunft gewagt: Wie könnte die alpine Landschaft in 150 Jahren aussehen? Ein Abendvortrag zu mutigen und widerständigen Ideen vom Leben in den Alpen schließt den diesjährigen Veranstaltungsreigen. (TT)


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