Thailands Ex-Regierungschefin bekommt serbische Staatsbürgerschaft

Yingluck war im Mai 2014 vom thailändischen Militär gestürzt worden. Im August 2017 verließ sie das Land, um einer Haftstrafe zu entgehen.

Belgrad – Die nach ihrer Absetzung geflohene frühere Ministerpräsidentin von Thailand, Yingluck hat laut einem Medienbericht die serbische Staatsbürgerschaft erhalten. Das serbische Magazin Nedeljnik veröffentlichte am Donnerstag das Foto eines Dokuments vom 27. Juni, wonach Yingluck die serbische Staatsbürgerschaft zuerkannt wurde.

Es wurde offenbar von Regierungschefin Ana Brnabic unterzeichnet. Die serbische Regierung äußerte sich zunächst nicht zu dem Fall, auch Yinglucks Sprecher war nicht zu erreichen.

Yingluck war im Mai 2014 vom thailändischen Militär gestürzt worden. Im August 2017 verließ sie das Land, um einer Haftstrafe zu entgehen. Einige Wochen später wurde sie im Zusammenhang mit einem kostspieligen Regierungsprogramm zur Subventionierung des Reisanbaus wegen Vernachlässigung ihrer Amtspflichten zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt.

Auch Yinglucks Bruder Thaksin Shinawatra war früher thailändischer Regierungschef, auch er lebt im Exil, um einer Gefängnisstrafe zu entgehen, nachdem er 2006 gestürzt worden war. Thaksin erhielt vor einigen Jahren die montenegrinische Staatsbürgerschaft. Mittlerweile lebt er abwechselnd in London und Dubai.

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Seine Schwester Yingluck wurde seit ihrer Flucht aus Thailand bereits an vielen Orten gesehen, darunter London, Dubai und Hongkong. Mit einem serbischen Pass könnte sie in mehr als hundert Länder visafrei reisen. (APA/AFP)


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