Schütze von El Paso laut Polizei: Wollte Jagd auf „Mexikaner“ machen

Nach dem Massaker in El Paso hat der 21-jährige Schütze ausgesagt, dass er gezielt Mexikaner ins Visier genommen habe. Er war eigens neun Stunden von seinem Heimatort nach El Paso gefahren.

Das Entsetzen nach dem furchtbaren Verbrechen in El Paso ist groß.
© AFP

Washington/Sutherland Springs – Der Schusswaffenangriff in der US-Grenzstadt El Paso in Texas hat sich nach Angaben des Täters gezielt gegen Mexikaner gerichtet. In einem am Freitag bekannt gewordenen Polizeibericht heißt es, der 21-jährige Angreifer habe nach seiner Festnahme ausgesagt, dass er bei der Attacke in einem Einkaufszentrum „Mexikaner“ ins Visier genommen habe.

In dem Polizeibericht werden auch die Umstände der Festnahme des Angreifers geschildert: Demnach stieg der 21-Jährige aus seinem von Polizisten umstellten Auto, hob seine Hände in die Luft und sagte: „Ich bin der Schütze.“

Der Angreifer hatte am Samstag in einem Einkaufsmarkt in El Paso nahe der Grenze zu Mexiko 22 Menschen getötet. Die Ermittler gingen früh von einem rassistischen Motiv aus: Der Täter hatte vor der Attacke ein rechtsextremes Manifest gegen Einwanderer aus Lateinamerika im Internet veröffentlicht, in dem er vor einer „hispanischen Invasion“ warnt. Acht der Todesopfer waren Mexikaner, viele weitere Opfer waren lateinamerikanischer Abstammung.

Weiter verschärftes Vorgehen bei illegalen Einreisen

Der Angreifer war für die Attacke eigens von seinem Wohnort in der Stadt Allen nach El Paso gefahren, eine rund neunstündige Fahrt – mutmaßlich, weil in El Paso viele Latinos leben.

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Das Massaker in El Paso hat die Rassismus-Debatte um US-Präsident Donald Trump neu angeheizt. Kritiker werfen dem Präsidenten vor, mit seiner aggressiven Rhetorik Rassismus und Gewalt zu schüren. So hat er die Migrationsbewegung aus Zentralamerika wiederholt als „Invasion“ bezeichnet. Trump weist die Anschuldigungen zurück.

Am Freitag verteidigte der Präsident die umstrittenen Razzien, bei denen am Mittwoch im Bundesstaat Mississippi 680 Migranten ohne gültige Papiere festgenommen worden waren. Es handle sich um eine „sehr gute Abschreckung“, sagte Trump. „Ich will, dass die Menschen wissen: Wenn sie illegal in die USA einreisen, müssen sie wieder gehen.“

Das harte Vorgehen der Behörden war auf Kritik gestoßen. Ein örtlicher Fernsehsender zeigte, wie die Kinder der festgenommenen Migranten nach ihren Eltern weinten.

Trump hat den Kampf gegen die illegale Einwanderung zu einem seiner politischen Hauptanliegen gemacht. Im Juni kündigte er an, die Einwanderungspolizei werde damit beginnen, „Millionen“ illegaler Einwanderer aus den USA auszuweisen. (APA/AFP)


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