“Huanza“ im Außerfern: 30 Jahre Kulturzeit will groß gefeiert sein

Mit immer weniger Geld liefert der „Huanza“ trotzdem ein abwechslungsreiches fünfwöchiges Programm.

Huanza – Name und Symbol des Kulturvereins, der seit drei Jahrzehnten die „Kulturzeit“ ausrichtet.
© Helmut Mittermayr

Von Helmut Mittermayr

Außerfern –Mit dem Start der 30. Kulturzeit am 7. September feiert ein Verein ein rundes Jubiläum, dessen Wirken in drei Jahrzehnten eine Bandbreite von größter öffentlicher Erregung bis knapp unter der Wahrnehmungsschwelle aufwies. 1989 startete der „Huanza“, um Schwung in die verstaubte Außerferner Kulturszene zu bringen. Erster Obmann war Armin Walch. Es folgten Sigi Wacker, Johannes Leismüller, Sisi Taferner, Alexander Holzhammer und nun seit bereits zehn Jahren Veronika Kunz-Radolf.

Die Tannheimertalerin stellte gemeinsam mit ihrem engagierten Huanza-Team das abwechslungsreiche Programm der diesjährigen Kulturzeit im Reuttener Hotel Wolke 7 vor. Unter www.huanza.at wird im Lauf der kommenden Woche das gesamte Programm abrufbar sein, Booklets werden zudem in Banken aufgelegt.

Einen ersten Höhepunkt wird es gleich zur Eröffnung geben. In der am Samstag, 7. September, neu eröffneten Zeiller Galerie im Untermarkt werden „Menschenbilder“ des verstorbenen Reuttener Malers Rolf Aschenbrenner gezeigt; gefolgt von Lichtspielen auf der Kirchwiese. Bis 12. Oktober jagt dann fünf Wochen lang ein sehenswerter Programmpunkt den nächsten – unter anderem ein Remake des heiteren Fernsehberuferatens „Was bin ich?“ mit Robert Lembke, das genau vor 30 Jahren bei der Huanza-Gründung eingestellt wurde. Der Kulturverein bringt es unter „Wer bin ich?“ in die Bücherei Reutte.

Dass die Kulturarbeit für den Huanza angesichts sich verknappender Budgets und abnehmender Sponsorentätigkeit schwieriger geworden ist, will Kunz-Radolf gar nicht verheimlichen. 1991 standen dem Huanza für die Kulturzeit noch 684.978 Schilling (49.779 €) zur Verfügung. Nun sei es gar nicht inflationsangepasst deutlich weniger.

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