190 Tote bei Monsunregen in Indien, Krokodile als Gefahr

Im Süden und Westen Indiens kamen in den vergangenen Tagen 190 Menschen bei heftigen Unwettern ums Leben. Viele, die es aus ihren Häusern geschafft hatten, wurden auf überfluteten Straßen von Krokodilen erwartet.

Mehrere Hunderttausend Menschen flohen in den vergangenen Tagen vor den Fluten, viele verloren ihre Häuser.
© AFP

Neu-Delhi – Bei den schweren Monsununwettern im Süden und Westen Indiens sind in den vergangenen Tagen 190 Menschen ums Leben gekommen. Sie ertranken in überfluteten Gebieten, wurden von Wassermassen mitgerissen oder unter Trümmern einstürzender Gebäude begraben, sagten die Katastrophenschutzbehörden der Deutschen Presse-Agentur am Montag.

Wenn es die Menschen aus den Häusern geschafft hatten, wartete manchmal eine weitere Gefahr: Krokodile. Eines der Tiere rettete sich auf das Wellblechdach eines Hauses im Bundesstaat Kerala, wie ein Video einer indischen Nachrichtenagentur zeigt. Andere Videos zeigen, wie die Krokodile Hunde angreifen, schrieben indische Medien.

Fußballmannschaft rettete 300 Familien

Mehrere Hunderttausend Menschen flohen in den vergangenen Tagen vor den Fluten, viele verloren ihre Häuser. Es gab viel Hilfsbereitschaft: Eine junge Fußballmannschaft in Kerala soll vor ein paar Tagen 300 Familien gerettet haben, wie indische Medien berichteten.

Die Monsunzeit dauert in Südasien gewöhnlich bis September. Zwar ist der Regen für die Landwirtschaft lebenswichtig – er richtet aber auch immer wieder großen Schaden an. Im Juli gab es Dutzende Tote in den nordöstlichen Staaten Bihar und Assam. (APA/dpa)

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