Schlammlawine riss drei Autos mit: Vater und Kind (6) vermisst

Im Kanton Wallis in der Schweiz haben heftige Regenfälle eine Schlammlawine ausgelöst. Drei Autos wurden mitgerissen. Von einem 37-Jährigen und einem sechsjährigen Mädchen fehlt immer noch jede Spur – die Überlebenschancen sind laut Einsatzkräften „gleich Null“.

Der Bach Losentze trat mit einer gewaltigen Wasser- und Schlammwelle über die Ufer.
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Bern — Eine Schlammlawine hat im Schweiz Kanton Wallis am Sonntag insgesamt drei Autos mitgerissen. Das teilte die Polizei am Dienstagabend mit. In einem waren ein 37-jähriger Mann aus Genf und ein sechsjähriges Mädchen gesessen, das zweite Fahrzeug war leer. Ob im dritten Menschen waren, gab die Polizei nicht bekannt. Sie sucht nach Zeugen.

Das Fahrzeug stand bei den anderen mitgerissenen, wie die Kantonspolizei am Dienstagabend nach weiteren Ermittlungen und der Auswertung von Videos mitteilte. Bei einem Gewitter war am Sonntagabend in der Region rund 130 Kilometer südlich der Hauptstadt Bern heftiger Regen niedergegangen. Der Bach Losentze trat mit einer gewaltigen Wasser- und Schlammwelle über die Ufer. Der Mann und das Mädchen konnten trotz Suchaktionen auch am Dienstag nicht gefunden werden. Die Retter rechnen nicht damit, dass sie noch leben. Das zweite Auto wurde geborgen.

Die Schlammlawine hätte Felsbrocken so groß wie Autos mitgeführt. „Sie wurden wie Korken mitgeschwemmt." Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung zum genauen Hergang des Unglücks eingeleitet. Die Aufräumarbeiten mit zum Teil schwerem Gerät wurden am Dienstag fortgesetzt. (APA/sda)


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