Bankomat-Bande schlug erneut in Tirol zu: Täter flüchtig

Nach Hopfgarten im Brixental und Nußdorf-Debant haben bisher unbekannte Täter in der Nacht auf gestern einen Geldautomaten in Vomp gesprengt.

Mittwochfrüh sprengten Unbekannte den Bankomat in Vomp.
© ZOOM.TIROL

Vomp – Ein Teil der Fassad­e hing gestern Früh von dem kleinen Gebäude im Gewerbegebiet in Vomp. Auf der Straße davor lagen Metallteile und Glassplitter. Die Zerstörung war groß. Wenige Stunden zuvor hatten hier bisher Unbekannte einen Bankomat gesprengt. Die Polizei tappt noch im Dunkeln. Weder für die Anzahl der Täter noch die Art des Fluchtfahrzeuges gibt es verwertbare Spuren. Es war der bereits dritte Geldautomat, der in Tirol binnen fünf Wochen in die Luft gejagt wurde.

Trümmerteile auf der Straße.
© ZOOM.TIROL

Die Kriminellen schlugen in Vomp Mittwochfrüh gegen 3.40 Uhr zu. Eine sofort eingeleitete Alarmfahndung blieb erfolglos. „Wir haben leider keinerlei Hinweise“, sagte Katja Tersch, Ermittlerin beim Tiroler Landeskriminalamt (LKA), gestern am späten Nachmittag. Die Auswertung des Materials aus den Überwachungskameras dauere noch an. Deshalb ersuche sie jene aus der Bevölkerung, die irgendetwas Verdächtiges gesehen haben, sich beim LKA oder allen Polizeidienststellen zu melden.

Die Frage drängt sich auf, ob die Sprengung in Vomp mit ähnlich gelagerten Taten zusammenhängt, die in den vergangenen fünf Wochen in Tirol verübt wurden. In der Nacht auf den 9. Juli brachten zwei Unbekannte ein Geldausgabe­gerät an einer Sparkassen-Filiale in Hopfgarten im Brixental zur Explosion. Vor einer Woche, in den frühen Morgenstunden des vergangenen Donnerstags, wurde ein Automat in Nußdorf-Debant in die Luft gejagt.

Der Modus Operandi war immer derselbe. „Bei allen drei Taten wurde Sprengstoff verwendet, das ist die Gemeinsamkeit“, erklärt Katja Tersch. Bei anderen Bankomat-Sprengungen würde etwa Gas verwendet. Ansonsten ist es laut der LKA-Ermittlerin derzeit schwierig einzuschätzen, ob für alle Delikte ein und dieselben Kriminellen verantwortlich waren. Immerhin trieben viele Banden in Österreich, aber auch Italien und Deutschland ihr Unwesen. Tersch: „Wir gehen aber natürlich auch dieser Möglichkeit intensi­v nach.“ (bfk)

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