Polit-Debatte über Innsbrucker Markthalle entbrannt

Nach der Kritik durch die Mieter an der Absetzung des Markthallen-Leiters legen jetzt die Parteien nach.

Innsbruck –Dass Markt­hallen-Leiter Kurt Dengg mit 30. September gekündig­t wurde, sorgt weiter für Wirbe­l. Hatten sich am Wochenende die Mieter mit einer Unterschriftenliste in der TT zu Wort gemeldet, legten jetzt die anderen Parteien nach. Und übten Kritik an BM Geor­g Willi.

Der Stadtchef hatte die Veränderung auf dem Posten des Marktleiters mit dem Neustart rund um die Markthalle und den Marktplatz argumentiert und darauf hingewiesen, dass eine Umfrage unter Besuchern und Mietern über die Halle schlecht ausgefallen sei. ÖVP-Stadtparteiobmann KO Christoph Appler übt heftige Kritik an der Vorgangsweise des Koalitionspartners. „So geht’s einfach nicht, im Alleingang wird man die Markthalle nicht aus dem Dornröschenschlaf wecken können. Man hat die Betroffenen in der Markthalle einfach vor vollendete Tatsachen gestellt, anstatt zuerst mit ihnen über die Sachlage zu diskutieren“, wirft Appler Willi mangelnde Kommunikationsfähigkeit vor. Nur wenn alle an einem Strang ziehen, könne der Neustart der Markthalle gelingen. „Es gehören alle Geschäftsbetreiber, Gastronomen und Bauern zuerst über die Meinungsumfrage informiert.“ Appler forderte maximale Transparenz auch bei der Neubesetzung ein.

GR Gerald Depaoli (GI) will eine „brisante“ Anfrage in der kommenden Gemeinderatssitzung einbringen. Er sagt in einer Aussendung: „Die Markthalle darf kein parteipolitisches Experiment werden.“ Aus unternehmerischer Sicht sei die Neubesetzung ein „vermeidbares Risiko“. (TT)

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