Türken Hauskauf verwehrt: Grüne kritisieren Rechtslage

Einem seit 30 Jahren in Tirol lebenden Türken wird ein Hauskauf im Oberland verwehrt. Bezirkshauptmannschaft und Landesverwaltungsgericht ha...

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Einem seit 30 Jahren in Tirol lebenden Türken wird ein Hauskauf im Oberland verwehrt. Bezirkshauptmannschaft und Landesverwaltungsgericht haben das Ansinnen abgelehnt, da ihrer Meinung nach kein öffentliches Interesse bestehe. Das berichtete die TT in ihrer Sonntagsausgabe.

Der grüne Landtagsabgeordnete und Tourismussprecher Georg Kaltschmid ortet deshalb „Diskussionsbedarf im Grundverkehrsgesetz“. Diese Vorgehensweise sei auch angesichts ausländischer Investoren, die Immobilien für touristische Zwecke ankaufen und mitunter auch die restriktive Freizeitwohnsitzregelung umgehen würden, „weder fair noch nachvollziehbar“. Wer in Tirol lebe, arbeite und Steuern zahle, solle auch eine Wohnung erwerben dürfen, fordert Kaltschmid: „Der Fall muss jetzt genau angeschaut werden.“

Kaltschmid stellt sich generell auch erneut gegen die zahlreichen Immobilienprojekte durch Investorenmodelle: „Es hat sich gezeigt, dass solche Hotels eigentlich nur den umliegenden Tourismusbetrieben die Gäste und die Mitarbeiter wegnehmen.“ Zudem seien Dumpingpreise die Folge, um derartige Hotels gefüllt zu bekommen. Es sei an der Zeit für eine breite Strategie eines raumverträglichen und naturschützenden Tourismus, fordert Kaltschmid Taten ein. Diese Debatte müsse jetzt starten, auch im Zeichen des Klimaschutzes. (TT)

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