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Der Inn als internationaler Lebensspender

Der Inn führt bei seiner Mündung in die Donau in Passau im Jahresmittel etwa sieben Prozent mehr Wasser als die Donau an dieser Stelle. Und das, obwohl deren Einzugsgebiet dort bereits doppelt so groß ist wie das des Inn.

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Viele Gebirge erzeugen überdurchschnittlich viel Abfluss und sind "Wasserschlösser" für die umliegenden Tiefländer. Im Bild der Rosegbach im Schweizerischen Oberengadin - ein Zufluss des Inn.
© Daniel Viviroli

Von Daniel Viviroli

Luzern — Dass der Inn in Passau mehr Wasser führt als die Donau, liegt daran, dass er den ersten Teil seiner Reise in den Alpen zurücklegt. Dabei nimmt er mehr Wasser auf als die Donau. Sie entspringt im Schwarzwald — einer Mittelgebirgsregion — und erhält bis zur Einmündung des Inn nur wenig Zufluss mit alpinem Charakter. Die Alpen insgesamt haben zu Recht den Status eines „Wasserschlosses" für Europa, liefern sie doch wesentliche Beiträge zum Abfluss der vier großen Alpenströme: Ungefähr ein Viertel zur Donau, ein Drittel zum Rhein, zwei Fünftel zur Rhone und die Hälfte zum Po. Diese Abflussbeiträge sind jeweils etwa doppelt so groß wie der Flächenanteil, den die Alpen an diesen Einzugsgebieten haben.


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