Ein Plädoyer für die Ungewissheit beim Forum Alpbach

“Die Ungewissheit umarmen“: Dafür wirbt Wissenschaftsforscherin Helga Nowotny. Nur so kann man gelassen in die Zukunft blicken.

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Nowotny ist Vorsitzende des ERA Council Forum Austria.
© EFA

Alpbach –„Wir müssen die Ungewissheit umarmen“, sagt die Wissenschaftsforscherin Helga Nowotny: „Nur so können wir in komplexen Zeiten gelassen in die Zukunft blicken.“ Die ehemalige Präsidentin des Europäischen Forschungsrates ist eine der renommiertesten Forscherinnen, die sich mit dem Phänomen Zeit und mit der Ungewissheit beschäftigen. Am Europäischen Forum Alpbach diskutierte sie zu den Themen Forschung und Innovation.

„Für viele Menschen ist es schwierig geworden, sich unseren komplexen Zeiten anzupassen“, so die Forscherin. Dies führe zu einem Gefühl der Unsicherheit. Doch anstatt die Zukunft zu fürchten, solle man die Ungewissheit zum Freund machen und sich so Optionen offenhalten. „Wir müssen erkennen, dass wir nicht alles planen und voraussehen können“, betont Nowotny. Selbst mit den besten technologischen Mitteln sei die einzige Gewissheit, dass es immer zu Überraschungen komme. Von dieser Erkenntnis können Gesellschaften lernen. Nowotny: „Die Welt wird sich weiterentwickeln und es gibt so viel Neues zu entdecken.“ (TT)

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