Diversity auf dem Laufsteg: Der holprige Weg in die große Viefalt

Geografische Peinlichkeiten und Rassismus-Vorwürfe. Modehäuser rutschen von einer Panne in die nächste. Nun sollen Diversity-Manager helfen. Ein Tanz auf dem Vulkan des Codes.

Vielfältiger Auftritt: Models bei Adidas in Berlin.
© www.imago-images.de

Von Andrea Wieser

Sorgte für Missverständnis: „Blackfacing“ beim koreanischen Designer Lie Sang Bong.
© AFP

Gucci macht Pullis. Nicht nur, aber auch. Einen Pullover aus der letzten Winterkollektion hätte das edle italienische Modehaus und sein Chefdesigner Alessandro Michele – sonst immer glücklich über viel Aufmerksamkeit – am liebsten vor der Welt versteckt. Im Onlineshop war ein schwarzes Oberteil angeboten worden, dessen Kragen gleich einem Rollkragenpulli bis über die Nase gezogen werden konnte. Die Aussparung am Mund war mit einem breiten roten Rand versehen worden. Die entsetzte Reaktion aus dem Netz in Form eines massiven Shit­storms kam prompt. Blackfacing, also das Schminken von weißen Menschen, um wie Schwarze auszusehen, war der Vorwurf. Alessandro Michele entschuldigte sich umgehend, das sei niemals seine Intention gewesen. In eine ähnliche Situation brachte sich der koreanische Designer Lie Sang Bong, als er seine Models 2012 tatsächlich mit dunkler Farbe bemalte. Auch er beteuerte, es keinewegs rassistisch gemeint zu haben.

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